Türen der Welt # 5 – Herengracht 476

Die Nr 5, der Mai Beitrag zu Kalles Projekt Türen der Welt”. (Ihr werdet noch mehr Türen aus den Nederlands zu sehen bekommen. Nach und nach zeige ich sie. Hoffentlich langweile ich euch nicht damit..*lach* Ich zeige sie aber trotzdem. Hab sie ja extra dafür fotografiert)

Das Haus – Herengracht 476 („Herrengraben“): Huis de Vicq (Familie De Vicq) (1670).
François de Vicq (* 9. August 1646 in Amsterdam; † 22. September 1707 ebenda) war ein holländischer Patrizier, Verwalter und Politiker. François entstammte dem Geschlecht De Vicq und war der Sohn des Patriziers François de Vicq (1603-1678). 1673 wurde De Vicq Schepen der Stadt und nach des Vaters Tod übernahm er dessen Sitz in der Vroedschap. Zwischen 1679 und 1707 war er Ratsherr Amsterdams. Als Verwalter und Hauptpraktikant der Niederländischen Westindien-Kompanie ist er seit 1675 aufgetreten. 1694 wurde De Vicq erstmals zum Schout ernannt. In den Unruhen des Jahres 1696 wurde sein Stadthaus in der Gouden Boucht von Soldaten bewacht. Im Folgejahr wurde er zum ersten mal zum Bürgermeister gewählt.
Seit 1981 ist das Gebäude dem Prinz Bernhard Kulturfond, der als Büro genutzt wird vermietet. Das Haus ist eins der Kultur Monumente Hollands. (die Strassen neben den Grachten sind ja ziemlich schmal, deshalb ist es schwer die Fasaden der Häuser zu fotografieren)
Die Herengracht (deutsch: „Herrengraben“) ist die innerste der drei zum Amsterdamer Grachtengürtel gehörenden, konzentrisch um die Altstadt Amsterdams herum angelegten Grachten. Sie liegt westlich und südlich des mittelalterlichen Stadtkerns, ihre Verlängerung jenseits des Flusses Amstel, die Nieuwe Herengracht (deutsch: „Neuer Herrengraben“), östlich der Altstadt. Innerhalb parallel zur Herengracht verläuft der ehemalige mittelalterliche Stadtgraben Singel, außerhalb die Keizersgracht.

Die Herengracht entstand in zwei Bauabschnitten um 1613 und um 1664. Zu den bekanntesten Baudenkmälern gehören die in der Gouden Bocht (Goldenen Bogen) entstandenen barocken Stadtpaläste einiger der reichsten Familien Amsterdams.


Geschichte:
Die Bauarbeiten zur Herengracht wurden im Jahr 1612 auf Initiative von Bürgermeister Frans Hendricksz. Oetgens, Stadtbaumeister Hendrick Jacobsz Staets und Stadtvermesser Lucas Jansz Sinck begonnen.Zu Beginn wurde lediglich ein Kanal angelegt, um die Werkstätten der Reepschläger, also der Hersteller von Schiffstauen, zu erschließen, die sich außerhalb des alten Stadtgrabens (des heutigen Singel) angesiedelt hatten. Nach einer Verbreiterung und dem Ausbau zu einer Stadtgracht 1612 erhielt der Kanal den Namen Herengracht, zu Ehren der Stadtherren von Amsterdam.
Der 1612 begonnene erste Bauabschnitt lag im Westen der Altstadt und reichte von der Brouwersgracht bis zur Leidsegracht. Der zweite Abschnitt bis zur Amstel entstand ab 1658. In diesem Teil liegt die Gouden Bocht, der prächtigste Teil der Straße, in dem sich viele der mächtigsten und reichsten Ratsherren und Kaufleute Amsterdams neue Stadtpaläste errichteten. Die Kaufmannschaft der Stadt war durch den Handel mit Südamerika und Niederländisch-Indien zu großem Reichtum gelangt. Die Amsterdamer Architekten Philips Vingboons (1607–1678) und Adriaan Dortsman (1635–1682) entwarfen viele dieser repräsentativen Bürgerhäuser.

Der letzte Bauabschnitt, die Nieuwe Herengracht, entstand in der Nähe des damaligen jüdischen Viertel Amsterdams, zwischen den Flüssen Amstel und IJ. Wegen einer Wirtschaftskrise dauerte es lange, bis die Erweiterung völlig bebaut wurde.

(Fotos klicken, grösser sehen)

18 Kommentare zu „Türen der Welt # 5 – Herengracht 476

  1. Hallo,
    habe erstmalig bei Kalle’s Projekt mitgemacht und bin neugierig geworden, welche Türen es sonst noch gibt.
    Dieses Beispiel gefällt mir besonders, erinnert es mich doch an meinen – leider bislang einmaligen – Besuch in Amsterdam. Ich erinnere mich weiter an diese großen, einladenden Fenster, die mir damals wie heute imponieren.

    Herzliche Grüßle aus der Fuggerstadt Augsburg … Mit so vielen kleinen Fenstern …

    Und einen schönen Muttertags-Sonntag

    Heidrun

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    1. @ericasta
      Herzliche Willkommen hier liebe Heidrun..

      Kalles Projekt gefällt mir auch, habe schon in seiner ersten Version mitgemacht.‘

      Tust du Recht, dir bei den anderen Teilnehmern zu schaun..Einfach weils interessant ist, was andere so zeigen.

      Amsterdam lockt mich immer wieder. War ja neulich wieder dort. Ich will aber bald mal wieder hin.

      Danke das wünsch ich dir auch. Hier in Schweden ist heute kein Muttertag. Der ist zu einem anderen Datum.

      Liebe Grüsse, Elke

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  2. Liebe Elke,

    das ist wieder eine ganz besondere Tür: vornehm und imposant, besonders das kunstvolle Oberlicht!!! Dazu deine ausführlichen Beschreibungen. Ich mag diese Infos, denn so lernt man etwas Personen, Architektur und Zeitgeschichte!

    Herzlichen Dank und ich freue mich schon auf die nächste Tür von dir, liebe Grüssle Kalle

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  3. Wundervoll, diese Tür, das Oberlicht so kunstvoll. Die spiegelnden Fenster sind auch so toll.
    Super, dass diese alten Häuser erhalten sind.
    Deine Infos sind richtig interessant, wie immer, liebste Elke.
    Eine tolle Tür!
    deine Bärbel

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  4. Ich finde es super, dass du uns nicht nur Türen zeigst, sondern auch ganz viel Informationen dazu packst.
    Als wir in Amsterdam waren, habe ich eher Pegel geknipst. Türen waren da noch nicht in.

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    1. @tonari

      Das freut mich nun sehr das du es so siehst liebe Britta. So ist die Mühe nicht umsonst..
      Aber ich lerne selbst auch davon, was ich manchmal noch nicht wusste..Finde sowas immer sehr interessant..

      Siehste jeder hat so sein „Steckenpferd“ z.B…du Pegel, ich Türen..*lach

      (gehts dir wieder besser? ♥)

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