Die „Verentung“ der Welt…

– Schnabelschau -…
So muss es aussehen, wenn Entenhausen die Weltherrschaft an sich reißt: Bei der „Duckomenta“ sind ausschließlich „entfremdete“ Ausstellungs-stücke zu sehen – vom Dötzi bis zur Venus von Villenduck.
Erinnert ihr euch noch an Eure Kindheit? Damals habt Ihr sicher auch die Comichefte hinter dem Buchrücken literarisch wertvoller Wälzer versteckt. Heute sieht das anders aus – Enten haben sich zum Kulturgut entwickelt. Mittlerweile muss man schon ins Museum gehen, um Donald und Daisy begutachten zu können.

entenML

Ursprünglich Kritik an den USA
Die Wurzeln der Ausstellung gehen auf das Jahr 1986 zurück. Als Kritik an der Amerikanisierung der Kultur wollte die Künstlergruppe „interDuck“ ihre geschnäbelten Kunstwerke verstanden wissen. Mittlerweile scheint dieser Gedanke überholt, und die Künstler machen sich einen Spaß daraus, immer überzeugendere Beweise für den Einfluss der Enten auf unsere Kulturgeschichte zu kreieren.
Dabei machen sie vor nichts und niemandem Halt: Frida Kahlo, Vincent van Gogh oder Roy Lichtenstein, Höhlenmalerei, Fotografie oder Pop-Art – sie alle werden Opfer der gefiederten Revolution. Und wo wir gerade beim (politischen) Umbruch sind: Ein „Duckevara“-Tagebuch gibt es natürlich auch.