GEO-ABC: O – wie Oslo (teil 1)

Und weiter gehts mit dem „O“ im Alphabet für Quizzys Projekt.
O“ wie Oslo.
Oslo, vormals Christiania (1624 bis 1924) bzw. Kristiania (alternative Schreibweise von 1877/1897 bis 1924), ist die Hauptstadt Norwegens mit 599.509 Einwohnern (1. Januar 2011). Insgesamt leben im Osloer Ballungsraum rund 1,9 Millionen Menschen.

Die Stadt Oslo liegt in innerer Fjordlage und ist von Wald und Fjord umgeben. Sie bildet eine eigen-ständige Provinz und ist Verwaltungssitz der benachbarten Provinz Akershus.

Name und Geschichte
In der Heimskringla, einer Geschichte der norwegischen Könige, behauptet der isländische Gelehrte Snorri Sturluson, dass Oslo im Jahr 1048 von König Harald III. gegründet wurde. Ausgrabungen der jüngeren Zeit haben indes christliche Gräber aus der Zeit um 1000 zum Vorschein gebracht. Aus diesem Grund beging die Stadt im Jahr 2000 ihr tausendjähriges Jubiläum, während 1950 erst der 900. Geburtstag begangen wurde.
König Håkon V. machte 1299 Oslo zur Hauptstadt Norwegens und ließ die Festung Akershus errichten. Er sorgte für eine Reihe von Bauaktivitäten.

(hab leider die Festung Abends fotografiert – es war so Glatteis das ich da nicht näher rann kam bzw hoch laufen konnte)
1308 wurde Oslo von Herzog Erik av Södermanland geplündert und niedergebrannt. Die noch unfertige Festung Akershus hingegen überstand die Belagerung.
Die Stadt wurde wiederholt von Stadtbränden heimgesucht, jedoch immer wieder aufgebaut. Nach der Reformation verfielen das Kloster und die meisten der zahlreichen Kirchen. Nach den Bränden wurden diese Gebäude abgetragen und die Steine für andere Bauzwecke verwendet. Während der schwedischen Belagerung 1537 brannte die Stadt abermals.
Nach dem großen Brand von 1624 wurde die Stadt jedoch nicht wieder aufgebaut, sondern auf Befehl des dänischen Königs Christian IV. – Norwegen war zu dieser Zeit Provinz Dänemarks – näher an die Festung Akershus verlegt.
Die neugebaute Stadt wurde nach dem Idealbild der Renaissance mit rechteckigen Quartieren und breiten Straßen errichtet und erhielt eine Festungsanlage mit Bastionen. Die Häuser baute man nun in Stein oder ausgemauertem Fachwerk, um das Ausbreiten von Bränden zu verhindern. Gleichzeitig erhielt die Stadt den Namen Christiania, nach dem König Christian IV. Das alte Oslo lag nun außerhalb der Stadtmauern von Christiania. (das älteste Hause von Christiania, von Lauritz Hansen im Jahre 1626 gebaut. Später war es die Universitäts-bilbliotek und das Garnisions Krankenhaus)
Trotz königlichen Verbots wurde es wieder besiedelt, hauptsächlich von Armen und Landlosen, die sich das teure Leben im modernen Christiania nicht leisten konnten.
Dänemark-Norwegen war in den Napoleonischen Kriegen mit Frankreich verbündet und Dänemark musste infolgedessen Norwegen an Schweden abtreten. 1877 änderte sich unter dem schwedisch-norwegischen König Oskar II. die offizielle Schreibweise in der Matrikel und im Staatskalender in Kristiania, während die Stadtverwaltung bis 1897 die Schreibweise Christiania beibehielt. Erst 1924, zwanzig Jahre nach Eigenständigkeit Norwegens, wurde beschlossen, der Stadt (nach 300 Jahren) zum 1. Januar 1925 wieder den ursprünglichen Namen Oslo zu geben.

Das monumentale Rathaus von Oslo, dessen Errichtung Jahrzehnte, nämlich von 1915 bis zur Fertig-stellung 1950 in Anspruch nahm, kann als Symbolbauwerk der neu gewonnenen Unab-hängigkeit gelten. Oslo bedeutet übersetzt entweder „Ebene der Götter“ oder „Ebene unterhalb des Hügels“ – letzte Klarheit darüber ist nicht mehr zu erlangen.

Ein Kosename der Stadt ist Tigerstaden (Tigerstadt), nach einem Gedicht von Bjørnstjerne Bjørnson („Sidste Sang“, 1870). In diesem Gedicht wird Oslo als gefährliche und unbarmherzige Stadt beschrieben. Vor dem Rathaus und vor dem Bahnhof erinnern Tigerskulpturen an diesen Namen, der seinen negativen Klang inzwischen verloren hat. Der Bahnhof und etliche andere Gebäude der Stadt sind zur Zeit „eingepackt“. Klar muss sein ,aber nicht so toll zum fotografieren.

Die Universität Oslo ist mit etwa 30.000 Studenten die größte des Landes und wurde 1811 nach Vorbild der Humboldt-Universität zu Berlin gegründet.

Forts. folgt im Teil 2

Ausflug Uppsala 17.9 – (III)

Huch hatte ja ganz vergessen weiter zu schreiben/erzählen. Es war ein sehr schöner Tag. Ich hatte diesen kleinen Ausflug kurzfristig „geplant“, aber mich nicht entschlossen wohin. Allzu weit fahren wollte ich nicht (schon aus dem Grund weil das Wetter hier und da Momentan so unsicher war). Dann fiel mir ein, das ich lange nicht in der sehr nahe liegenden Stadt – Uppsala– war, und dort Sonne pur an dem Tag war. Es dauert nur 30 Minuten mit dem Zug dort hinzukommen. Und von meinen Ort gehen die Züge sehr oft. Also Cam und Rucksack geschnappt und los gings…*schmunzel*

Als ich ankam, merkte ich schon am Bahnhof wie lange es her ist das ich dort war. Das hat sogar mich selbst überrascht:) Früher war ich öfter mal dort, aber oft nur vorbei gefahren (auf dem Weg zum Sommerhaus) oder einen Freund besuchen. Mir war damals garnicht bewusst wie viel es in dieser Stadt zu sehen giebt. Ich werde auch bald mal wieder hinfahren, ersten weil es noch viel zu sehen giebt, und zweitens weil es so leicht erreichbar ist.

Wie einige wissen, bin ich Eisenbahn Freak und alte Bahnhöfe liegen mir am Herzen. Es war fast ein schock als ich sah das das alte Bahnhofs-gebäute in ein Restaurang „umgeändert“ war und  nun ein sehr moderner „Kasten“ (der neue Bahnhof) daneben stand. Ok es war alles sehr hell und luftig, auch ausen rum und natürlich gut disponiert. Auserdem freude es mich das der alte Bahnhof noch dort stand, und nicht womöglich abgerissen war. Könnte sein das er unter Denkmalschutz steht.

Was mir sehr gut gefiel waren die Haltestellen für die Busse. Die Scheiben waren kunstvoll mit Blatt-ornamenten geziert.

***

Ich lief dann in Richtung Stadt Centrum und Fluss. Das Centrum der Stadt liegt auf beiden Seiten von Fyrisån(Name des Flusses). Er giebt viele Brücken über den Fluss, wieviel weiss ich nicht genau. Die Stadt Uppsala ist an der Bevölkerung gemessen nach Stockholm, Göteborg und Malmö die viertgrößte Stadt des Landes.

Ich kam an diesen alten Brunnen und diesen Gebäude vorbei. Was das für ein Gebäude ist weiss ich leider nicht. Vieleicht kann ich es beim nächsten Besuch in Erfahrung bringen.

Uppsala ist eine traditionelle und bekannte Universitäts-stadt. Die Universität Uppsala (lat.: Universitas Regia Upsaliensis) wurde 1477 von Erzbischof Jakob Ulfsson und dem Regenten Sten Sture dem Älteren in Uppsala gegründet und ist damit die älteste noch existierende Universität Skandinaviens (das Studium Generale im damals dänischen Lund wurde 1425 gestiftet, existierte jedoch nicht für längere Zeit). Das Spektrum der Universität ist mit den drei Wissenschaftsgebieten Geisteswissen-schaften/Gesellschaftswissenschaft, Medizin/Pharmazie und Technik/Naturwissenschaft breit gestreut. Die Universität gehört zu den größten Skandinaviens.

Das Gustavianum. Die auffälligste Veränderung des Hauses fand 1662-63 statt, als der Anatomieprofessor und Universalgelehrte Olof Rudbeck eine Kuppel in der Mitte des Hauses errichten ließ, die eine Sonnenuhr krönt (die Sonnenuhr hatte ich schon gezeigt). In der Kuppel befindet sich das Theatrum anatomicum, ein runder Lehrsaal mit Seziertisch in der Mitte, der von steil aufragenden Reihen mit Stehplätzen umgeben ist, so dass 200 Menschen möglichst nah und mit freier Sicht das Geschehen verfolgen konnten. Noch bis 1997 wurde das Gustavianum von den universitären Institutionen für alte Geschichte genutzt, seitdem ist es ausschließlich das Museum Gustavianum.

Auch sehr bekannt ist die Hauptbibliothek der Universität, die Carolina Rediviva. Zwischen 1778, als das alte Hauptgebäude abgerissen wurde, und 1887, als das heutige errichtet wurde, war das Gustavianum Hauptsitz der Universität Uppsala.

Über/von
– der Domkirche
– Dreifaltigkeitskirche
– dem Schloss und einiges mehr
davon erzähle ich im nächsten Post über Uppsala. Wenn morgen gutes Wetter ist fahre ich wieder hin.
Forts. folgt..