Waldgeist auf dem Baum und schaut gen Himmel :)

..er sitzt mit dem Rücken zu, so konnte er mich nicht sehen..aber ich ihn 🙂

23aug 064

Waldsprüchlein.

Hier in dem meilenweiten Wald
Fühl‘ ich mich wie zu Haus,
Bin in dem Tann vier Wochen bald
Und will gar nicht heraus.

Geh nur so immer vor mich hin
Und grüße Baum um Baum
Beglückt, daß ich zu Gast hier bin,
Und fühl‘ mich wie im Traum.

Denn jeder Baum wuchs als ein Ich
In die Vereinigung,
Und jeder ward ein Baum für sich,
Grau, hart, doch grün und jung.

Ich sprech‘ mit ihnen ehrfurchtsvoll,
Doch herzlich, du und du,
Und sie, ganz fern von Stolz und Groll,
Rauschen mir Antwort zu.

Kein einzigmal, heut fällt mir’s ein,
In dieser Waldesnacht
Hab‘ ich an Waldgeist, Erdmännlein,
Gnom oder Schratt gedacht.

Die Waldesnacht ist klarstes Licht,
Draus hell das Sprüchlein schallt:
Ich brauch‘ ein Kindermärchen nicht,
Ich bin der (deutsche) Wald!

~Hugo Salus (1866 – 1929)
Aus der Sammlung Die Harfe Gottes

FensterBlick # 12

Dienstags wird bei >>>Vera<<< gefensterlt …

bisher waren es schöne Fenster, nun poste ich mal ein altes marodes aber spannendes Fenster 😉
Das Fenster #12 ist an einem alten unbewohnten Häuschen.
Es steht fast auf einen Acker und ich gehe öfters dran vorbei, wenn ich meine Laufrunde drehe.
Ich versuche mir bei solchen Häschen vorzustellen, wer mag da wohl vor langer Zeit drin gewohnt haben..

(Foto klicken, grösser sehen)

zum Neuen Jahr 2013

Herzlich Willkommen.
Ein glückliches, gesundes Jahr 2013 mit viel Liebe, Zufriedenheit
wünsch ich uns Allen.
Das Blatt ist noch weiss und unbeschrieben.
Es zu füllen ist so spannend..
Es soll voller Freude, voller Liebe, schönen Erlebnissen,
Begegnungen und möglichst immer ein Grund zu Lächeln sein…

SolUppgNA2013

Neujahr

Goldrot im Nebel glüht die Sonne …
frisch hinein in den prächtigen Tag!
frisch hinein in das junge Jahr!
vorwärts! Glück und Sieg entgegen!

Einen Mantel um, den Hut ins Gesicht,
einen Stock in die Hand! mehr braucht es nicht!
Um Gotteswillen nur nicht lang grämen!
nur nicht lang stehen und Abschied nehmen!
sei froh, den Kram einmal los zu sein!
oder mit langem Räumen und Schnüren
und Hin und Her die Zeit verlieren!
Es bleibt jedes Jahr ein kleiner Rest,
den man am besten liegen lässt!

Aber das ist’s ja: … das viele Gepäck,
mit dem man sich durchs Leben schleppt!
Einen Mantel um, den Hut ins Gesicht,
einen Stock in die Hand! mehr braucht es nicht!
ein bisschen Mut und Glückvertraun,
ein bisschen Zuversicht zu sich selber, ganz still!
dann geh und komme, was da will,
du brauchst nicht ängstlich zurückzusorgen,
ob alles in Ordnung, und umzudrehn,
du kannst jedwedem jungem Morgen
mit freier Kraft entgegengehn!

~ (Cäsar Flaischlen, 1864-1920)~~