Interessant…solche Erinnerungen..

Durch Zufall fiel mir heute diese Postkarte in die Hände. Das ist besonders kurios gerade jetzt, da neulich in Bärbels-minibares Blog im Zusammenhang mit ihren Besuch in Leipzig und bei Gudrun-spinnradgeschichten auch über Lützen geschrieben wurde..*lächel

Wir (mein Mann und ich) waren 1978 zur Herbst Messe in Leipzig. Es ging nur auf diese Weise Visum in der damaligen DDR zu bekommen. Wir wollten/waren meine Verwandten besuchen, aber das ging ja nicht, also machten wir dieses „Manöver“ – Messebesuch. Da kann man von abzocken reden..Heute kann man sowas sagen, damals konnte man das absolut nicht. Wir hatten unser Auto mit und konnten so auch Lützen besuchen. Das interessante (ernsthaft) war das dieser Platz „Svenskön“ (Schweden Insel) bei Lützen zu der Zeit genannt wurde. Diese Karte in schwedisch konnte man in den kleinen privaten Museum (das schwedisches Territorium war) kaufen. Die waren natürlich in Schweden gedruckt und ins Museum in Lützen geschickt. Auch auf dem Stein (oben rechts auf der Karte) stand -G.A.1632- -Svenskstenen (Schweden Stein).

Die Briefmarke auf der Rückseite war DDR Post – 0.25 Pfennig (Messepost). Wir hatten diese Kart an die GrossEltern meines Mannes nach Schweden geschickt. Sie haben sie mir dann später gegeben. Solche Kleinode heb ich ja auf..*schmunzel

13juliD 042
Gustav II. Adolf, geboren am 9. Dezember 1594, gestorben 6. November 1632, von 1611 bis 1632 schwedische König, der Sohn von Charles IX und Christine von HolsteinGottorp. Gustav Adolf ist wahrscheinlich der schwedischen Könige der international am besten bekannt. Seine Regierungszeit ist eine wichtige Zeit der Reformen in der Geschichte des Landes. Er legte den Grundstein einer GroßMacht für Schweden, und durch ihr Eingreifen in den Krieg, der sich in den Dreißigjährigen Krieg entwickelte, von europäischer Bedeutung war.

Grab in Schweden:
Die Einschiffung der Leiche Gustav II. Adolfs bei Wolgast 1633 – Der Sarkophag Gustav II. Adolfs steht in der Riddarholmskyrkan in Stockholm.
Den Krieg, wie die Gesamtpolitik Schwedens, führte politisch sein Kanzler Axel Oxenstierna weiter, da Gustav Adolfs Tochter und Thronfolgerin Christina noch ein Kind war.

Gleich nach der Schlacht bei Lützen vom 6./16. November 1632 wurde an den Todesort des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf ein großer Findling gerollt. Über 200 Jahre war er die einzige Erinnerung an den König. 1837 bekrönte man den Stein mit einem von Schinkel entworfenen Baldachin.

Lützen-nach dem 2.Weltkrieg..

Rezeption am Todesort:
Am Todesort des schwedischen Königs bei Lützen entstand im Laufe des 19./20. Jahrhunderts die Gustav-Adolf-Gedenkstätte. Den Todesort markiert noch heute ein großer Stein, über dem sich ein gusseiserner Baldachin , entworfen von Karl Friedrich von Schinkel (1837), befindet. 1906/07 wurde eine Gustav-Adolf-Gedächtniskapelle errichtet, die Oskar Ekman aus Göteborg/Schweden stiftete. Der Architekt sowie die Künstler der Innenausstattung kamen aus Schweden. 1932 und 1982 wurden zwei schwedische Holzhäuser aus Dalarna (rote und weiße Farbe) neben die Kapelle gesetzt, sie komplettierten die Gedenkstätte. In einem ist ein kleines Museum eingerichtet. Das Museum zählte zu DDR-Zeiten zu den meistbesuchten Privatmuseen, getragen von der Schwedischen Lützen-Stiftung Göteborg. Heute wird die Gedenkstätte zusammen mit dem Museum im Schloss durch die Stadt Lützen verwaltet.

Lützen lag ja in der sowjetischen Zone nach der Aufteilung. Das Grundstück für das Denkmal war jedoch unter schwedischer Verwaltung und H. Svensson markierte sein Territorium mit,  es als schwedische Eigentum zu kennzeichnen. Die Kapelle wurde renoviert, die Kappe wieder hergestellt und das Haus gemalt. Geld wurde gesammelt und Schweden half Lützen durch Spenden von Material, Lebensmittel und Vorräte.

Die Beziehungen zwischen den Ländern nach der Gründung der DDR 1949 war angespannt. DDR-Führung jedoch teilte mit, dass die DDR für die Wiederherstellung der Kapelle zahlen würde und Schubert meinte, dass es ein Teil der Bemühungen war, das Schweden die DDR als Staat anzuerkennen. Sie fragte sich jedoch, ¿ob man von Ost-Berlins Seite wusste, dass Lützen Fonds war nur eine kleine private Stiftung ¿und nicht eine nationale Angelegenheit, oder zumindest keine offizielle Institution war.


einiges aus der History wissen sicher die meisten schon,aber ich vermute nicht alles..ich ja auch nicht..