ABC der Technik /O

technikmini Der Buchstabe – O– ist aktuell bei Juttas Projekt –ABC der Technik. Gewünscht sind Aufnahmen von alltäglicher Technik bis hin zu großen Industrieanlagen – alles, was uns so vor die Linse kommt.

zum O wie Omnibus
das zum O gibt es diesmal sicher mehrere..macht aber nichts..

Ab Januar 2007 hat Dresden seinen Pferde-Omnibus. Denn dann wurde ein Stück Dresdner Verkehrsgeschichte wieder lebendig und erlaubt den Gästen der Stadt eine nostalgische Entdeckungsreise.
Dresd2014 191
Geschichte:
Im Linienverkehr eingesetzte pferdebespannte Wagen, sogenannte Pferde-Omnibusse für zahlende Verkehrsteilnehmer, sind schon seit 1662 in Frankreich belegt. 1825 führte der Fuhrunternehmer Simon Kremser einen nach ihm als Kremser bezeichneten komfortablen gefederten Pferde-Omnibus ein, der 10 bis 20 Passagieren Platz bot. In den 1830er Jahren kamen in Großbritannien die ersten Dampfomnibusse auf, in London setzte der Betrieb am 22. April 1833 ein. Der erste Linienverkehr mit einem mit Kraftstoff betriebenen Bus fand am 18. März 1895 zwischen Siegen und Netphen statt und wurde von der Netphener Omnibusgesellschaft durchgeführt. Trotz dieses Rückschlags entstanden, durch ständige Verbesserung der Fahrzeugtechnik, in den Folgejahren weltweit immer neue Linienverbindungen. Zuvor hatte bereits die Firma Panhard und Levassor im Jahre 1894 Fahrzeuge mit der Bezeichnung „Omnibus“ beziehungsweise Break angeboten und verkauft (der erste wurde bereits im Dezember 1893 fertiggestellt und im Januar 1894 verkauft), die 4 bzw. 6 Fahrgästen Platz boten. Einer dieser frühen Omnibusse (ein Grand Break M2K, Seriennummer 28) nahm am ersten Rennen Paris–Bordeaux–Paris erfolgreich teil.
OmnibHistor
Etymologie:
Vor dem Einsatz von Verbrennungsmotoren beziehungsweise Elektromotoren bezeichnete das Wort Omnibus eine relativ große Kutsche zum Personentransport. Jedoch wurden Postkutschen nicht Omnibus genannt. Die Bezeichnung „Omnibus“ soll ihre Entstehung dem Reklameschriftzug „Omnes omnibus“ über dem Laden eines französischen Kaufmanns namens Omnès verdanken. Der Fuhrwerksbesitzer Baudry wurde nämlich dadurch 1825 zur entsprechenden Benennung seiner Fahrzeuge angeregt. Das Wort erreichte daraufhin 1828 in seiner neuen Bedeutung Paris; 1835 gelangte es in Brockhaus’ Conversations-Lexikon, bezeichnete jedoch noch bis 1850 allein Pariser Omnibusse.

Nach der Einführung moderner motorisierter Omnibusse entstanden analog zu Kraftwagen und Automobil die Bezeichnungen Kraftomnibus, Autobus und Motorbus; in Abgrenzung zum Oberleitungsbus spricht man auch von einem Diesel(omni)bus respektive Dieselautobus. Die Begriffe dienen der Unterscheidung der neuen Motorfahrzeuge von den im 19. Jahrhundert verbreiteten Pferdeomnibussen beziehungsweise Dampfomnibussen.
Dampfomnibusse sind Dampfwagen (Omnibusse), die im 19. Jahrhundert in England und Frankreich eingesetzt wurden. Der Dampfomnibus erinnert äußerlich an eine Kutsche. Er wurde mit Koks betrieben. Der Bus bot im Durchschnitt Plätze für 8 bis 18 (oft 14) Passagiere, davon waren einige überdacht. Der Fahrer saß meist weit oben auf einem nicht überdachten Platz.