Türen der Welt # 11 – Präsidium

Die Nr 11, die November Tür zu KallesTüren der Welt” ist diesmal auch nicht weit von mir.

12apr 006Heute ist die Polizei dran 🙂

(das Polizei Praesidium in Stockholm und ein paar Türen)

Historik:
Die Entscheidungen über den Bau einer neuen Polizeistation wurde vom Rat der Stadt im Jahre 1903 getroffen . Wahrscheinlich war es der Mangel an Gefängniszellen im alten Untersuchungsgefängnis in der – Myntgatan in Gamla Stan- (in der Altstadt), die von entscheidender Bedeutung war, als der Vorstand beschloss, eine neue Umgebung , einschließlich Polizei-Hauptquartier, Sporthalle,  Ställe und Untersuchungsgefängnis auf dem Grund , der damals für Gemüsegärten verwendet wurden, zu bauen.

Grundlegende Arbeiten begannen im Jahre 1905 , aber es dauerte bis 1911, bevor Gefängnis und Polizeipräsidium bezugsfertig waren. Der Architekt war Hovintendenten Gustaf Lindgren errnannt. Lindgren war zu dieser Zeit Architekt Superintendent Vorstand und auch im Königlichen Gefängnis Vorstand .
(dies ist ein kleiner Teil des Gebäude-Komplexes, es ist viel grösser. Ein ganzes Quartier)
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CollagePolTuer11 Der Stil brach gegen die in dieser Zeit normalen nationalen romantischen Orientierung, und wurde von Zeitgenossen wegen seines Eklektizismus , die in Bezug auf Stil als veraltet bezeichnet. Es war auch als einer der wenigen schwedischen Komplexe im imperialen Stil der rund um auf der Welt die Autorität zu manifestieren genutzt wurde.
Das Gebäude enthielt neben Büroräumen auch Wohnungen für Mitarbeiter.

diese Seitentür zum lokalen Revier (wird sicher heute nicht benutzt)

(die Übersetzung ins deutsch ist wiedermal nicht perfekt. aber man versteht den Text dennoch denke ich)
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Türen der Welt # 10 – Technik

Die Nr 10, der Oktober Beitrag zu KallesTüren der Welt” ist diesmal nicht weit von mir 🙂

Als ich neulich wieder dort vorbei kam, habe ich mir eine dieser Türen näher angeschaut. Es ist die KTH-Technische Hochschule. Die Türen sind schlicht aber die Fenster und die TürenÖffner sind interessant und schön verziert.

Die Königlich Technische Hochschule (schwedisch Kungliga Tekniska högskolan, kurz KTH, englische Bezeichnung KTH Royal Institute of Technology) ist eine Universität in Stockholm und Schwedens größte technische Universität. Ein Drittel aller schwedischen Ingenieure werden an der KTH ausgebildet. Neben dem Hauptcampus am nördlichen Rand des Stadtzentrums gibt es weitere Campus in Kista, Haninge und Södertälje.
Geschichte:
Vorgänger der KTH var das Laboratorium mechanicum, das am 26. Oktober 1696 von Christopher Polhem gegründet worden war.
Da die Ausbildungsleistungen nicht zufriedenstellend waren, wurde 1798 eine „mechanische Schule” mit drei Lehrern gegründet, die unter anderem in Statik, Mechanik und Hydraulik ausbilden sollte. Im Hinblick auf die rasche Industrialisierung in Deutschland und Österreich war auch diese Lösung nicht von Dauer, so dass König Karl XIV. Johan am 18. Mai 1825 die Gründung eines „Technologischen Institutets” beschloss. Am 8. Juni 1826 legte der König in der Satzung fest, dass das Institut „Können und Wissen vermitteln soll, die zum erfolgreichen Betrieb von Handwerk und Fabriken notwendig sind”. Im Jahr 1827 nahm die KTH als Teknologiska Institutet den Betrieb auf– und hatte einen sehr starken Anwendungsbezug. Damit sollte der Bedarf an Ingenieuren, der durch die Industrialisierung entstand, gedeckt werden. Der Fokus lag deshalb weniger auf den wissenschaftlichen Grundlagen, als auf der angewandten Technologie. Doch schon von Beginn an war dieser Fokus nicht unumstritten. 1877 erfolgte die Umbenennung in Kungliga Tekniska Högskolan und die Ausbildung wurde wissenschaftlicher. Im Jahr 1927 erfolgte dann die Anerkennung als Universität und die Verleihung des Promotionsrechts.

PDC: – Auf dem Campus der Hochschule wird das leistungsfähigste wissenschaftliche Rechenzentrum Schwedens betrieben, das PDC (parallelldatorcentrum). Seine Dienste werden sowohl von Forschungsgruppen an der Hochschule als auch von Externen in Anspruch genommen.
Trivia:
Im Februar 2002 erhielt Bill Gates die Ehrendoktorwürde der Universität.
Am 4. September 2013 besuchte US-Präsident Barack Obama die Universität, um sich unter anderem über Forschung über Brennstoffzellen zu informieren.


Motto: Wissenschaft und Kunst – Gründung: 1827 – Trägerschaft: staatlich
Ort: Stockholm, Schweden – Rektor: Peter Gudmundson
Studenten: 10.056 (FTE, 2011/2012)
Mitarbeiter: 3.542 (2012) – davon Professoren: 268 (2012)
Jahresetat: 4,214 Mrd. SEK (2012) ~ 460 Mio. Euro

Extra Info: ○ U-Bahn Station-Tekniska högskolan- ist eine unterirdische Station der Stockholmer U-Bahn, die südlich der namensgebenden Tekniska högskolan liegt. Die Station wird von der Röda linjen des Stockholmer U-Bahn-Systems, sowie von der schmalspurigen Roslagsbanan, die an der oberirdischen Station Stockholms östra hält, und Bussen nach Norrtälje bedient. Die zentrale Lage in der Innenstadt sowie die zahlreichen Umsteigemöglichkeiten machen die Station zu einer der meistfrequentiertesten des U-Bahn-Netzes. An einem normalen Werktag steigen hier 23.000 Pendler zu.
Die Bahnsteige befinden sich ca. 18 Meter unter der Erde.

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Türen der Welt # 9 – Art Nouveau (Teil 2-Riga)

Die Nr 9, der September Beitrag zu KallesTüren der Welt” ist auch aus/in Riga  🙂 Auch diesmal ist ein wenig mehr als nur Tür was ich zeige.

Der Jugendstil – Art Nouveau in Riga: (dies ist eins der mehr als 800 Jugendstilbauten in Riga)
Die architektonische und künstlerische Antwort auf die literarische Moderne Bewegung, die im späten 19. Jahrhundert begann, war die Art Nouveau-Bewegung in Europa. Die Jugendstil-Bewegung erreichte ihren Höhepunkt im frühen 20. Jahrhundert, die, als die Mehrheit des Jugendstils in Riga die Häuser gebaut wurden, beginnend im Jahr 1899. Riga Begriff für die Bewegung, Jugendstil, stammt aus der deutschen und skandinavischen Bewegung nach dem Avantgarde-Zeitschrift Jugend („Jugend“) benannt. Im Gegensatz zu den steiferen Sensibilitäten viktorianischen Stil, betonte Jugendstil eine vollständige kreative Freiheit, Mischung fantastischen Elementen mit einer Tendenz, alle nützliche Bauelemente als künstlerischen Wert zeigen, mit sehr charakteristischen Elemente wie dynamische, hügeligen und fließenden Linien und geometrischen Ornamenten. In Riga, konnte Jugendstil in zwei Hauptrichtungen, dekorative und romantisch-nationalistischen Jugendstil aufgeteilt werden.

Riga ist eines der größten Zentren des Jugendstils, mit mehr als einem Drittel der Gebäude der Central District im Stil gebaut, andere wichtige Zentren sind Paris, Barcelona, ​​Berlin, Wien, Krakau und Moskau und St. Petersburg, unter anderen. Die Hauptstraße für Rigas Jugendstil-Viertel ist Elizabetes, die Brivibas Boulevard schneidet. Neben Elizabetes Street, Alberta und Strelnieku Streets außerdem eindrucksvolle Beispiele des Stils. Insgesamt gibt es mehr als 800 Jugendstilbauten in Riga, aber  sie alle zu finden wäre ein ziemlich ehrgeiziges Unterfangen sein.

Architekten
Bezeichnenderweise wurden die meisten der Jugendstil-Gebäude entworfen und gebaut von lettischen Architekten. Gebäude in der dekorativen Art Nouveau Stil von einem der berühmtesten Architekten können Mikhail Eisenstein (Vater des Regisseurs Sergei Eisenstein), auf Elizabetes 10a und 10b, sowie an Alberta 2, 2a, 4, 8 und 13 entnommen werden. In der Alberta Nr 13 steht ein Gebäude aus dem Jahre 1904 beherbergt heute das Riga Graduate School of Law, die vollständig restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich. Gleich um die Ecke, Strelnieku Straße bietet auch exzentrische Beispiele für den Stil. Romantic-nationalistische Art Nouveau in den Gebäuden, die von lettischen Architekten E. Laube, K. Pēkšēns und A. Vanags, wie solche auf Terbatas Straße 15/17 und Brivibas Straße 47, 58 und 62 zu sehen.


George Armitstead wurde in Riga, Lettland (Russisches Reich damals) geboren. Im Jahr 1869 absolvierte Armitstead vom Polytechnischen Instituts Riga mit excellence, und war einer der Gründer der Fraternitas Baltica Brüderlichkeit. Er verbesserte seine Kenntnisse an den Universitäten Zürich und Oxford. Später arbeitete Armitstead als Ingenieur in Russland. Nach der Arbeit in Russland, kam er zurück nach Riga, wo er zu einer bedeutenden gesellschaftlichen Figur des Stadtlebens wurde. Am 7. Mai 1901 wählte der -Stadtrat von Riga- George Armitstead zum Bürgermeister von Riga. Er verwandelte Riga schnell: er baute die meisten der heutigen Gebäude in Riga, 13 Schulen, drei Krankenhäuser, das National Museum, den Zoo, Bibliotheken und Cafés. Während der Zeit, als er Bürgermeister war, verwandelte sich Riga von einer kleinen Stadt in eine europäischen Großstadt.
○ Zar Nikolaus II. von Russland schätzte Armitstead Arbeit und gab ihm den Titel -Laird of russischen Reiches-, und bot ihm an Bürgermeister von St.Petersburg zu werden, aber Armitstead lehnte ab.

==>>Teil 1-Riga

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Türen der Welt # 8 – Schwarzhäupterhaus (Riga)

Meine Tür kommt erst heute, weil wir Gestern Samstag in Vaxholm unterwegs waren wie ich schon schrieb.

Die Nr 8, der August Beitrag zu KallesTüren der Welt” hab ich extra für Kalle aus Riga mitgebracht 🙂 Ist ein wenig mehr als nur Tür was ich zeige. Aber bei diesen Objekt kann ich nicht weniger..das würde es „zerreisen“.

Das Schwarzhäupterhaus (lettisch: Melngalvju nams) auf dem Rathausplatz der lettischen Hauptstadt Riga (lettisch: Rīga) wurde 1334 als das „Neue Haus der Großen Gilde“ erstmals urkundlich erwähnt. Es diente sowohl den Kaufleuten als auch der vorwiegend deutschen Bürgerschaft Rigas für Zusammenkünfte. Es entspricht den in anderen Städten zur damaligen Zeit errichteten Artushöfen. Das im gotischen Stil errichtete Haus entsprach mit seinem steilen Giebeldach, dessen First die stattliche Höhe von 27 Metern erreichte, einem mittelalterlichen Wohnhaus. Die reich mit Skulpturen und Reliefs Giebelfassade des Gebäudes, das nach dem Vorbild holländisch-flämischer Zunfthäuser im manieristischen Stil umgestaltet wurde, ist nach ihrer originalgetreuen Rekonstruktion wieder Symbol und eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Riga.


Namensursprung:
Die Compagnie der Schwarzen Häupter war aus der Ende des 13. Jahrhunderts tätigen Bruderschaft des Heiligen Georg hervorgegangen. Sie vereinigte junge, unverheiratete ausländische Kaufleute, die in Riga lebten, ohne das Bürgerrecht der Stadt zu besitzen. Anfangs war der Heilige Georg (Beschützer der Ritter und Krieger) der Schutzpatron dieses Bundes. Später nahm diese Rolle der Heilige Mauritius ein, dessen Symbol, der Mohrenkopf, in das Wappen der Schwarzhäupter eingegangen ist. Die Satzung der Compagnie von 1416 ist erhalten geblieben. Die Compagnie besteht heute noch mit Sitz in Bremen und ihre Mitglieder halten immer noch die alten Regeln ein. Im Jahre 1447 vermietete der Rigaer Rat den Paradesaal des Obergeschosses an die Schwarzhäupter. Der Name „Schwarzhäupterhaus“ wurde erst 1687 eingeführt, aber erst 1713 ging das Haus in deren Besitz über.

Zerstörung und Rekonstruktion:
Das Schwarzhäupterhaus wurde im Zweiten Weltkrieg am 29. Juni 1941 durch den Beschuss von deutschen Truppen bei der Einnahme Rigas zerstört. 1948 wurde die verbliebene Ruine wegen der schweren Beschädigungen, aber auch aus ideologischen Gründen gesprengt.

○ Die Fläche des Schwarzhäupterhauses wurde in den wesentlich vergrößerten Rathausmarkt einbezogen und blieb bis 1993 unbebaut. In Vorbereitung der 800-Jahr-Feier der Stadt wurde das Gebäude innerhalb von sieben Jahren (1993–1999) originalgetreu rekonstruiert. So wurde die in vergangener Zeit zwischen den Schwarzhäuptern und der Stadt Riga in Anerkennung der jahrhundertealten Beziehungen getroffene „Übereinkunft“ Wirklichkeit: – deutsch: „Sollt ich einmal fallen nieder, So erbauet mich doch wieder.“

○ Bei der Rekonstruktion des Schwarzhäupterhauses wurde der Keller, der bei der Sprengung zugeschüttet wurde, von den Gebäuderesten befreit. Manches Detail konnte gerettet werden und wird nun wieder in den Kellerräumen ausgestellt.

○ Zu dem Gebäudekomplex gehören auch das angrenzende Schwabe-Haus und der Speicher der Blauen Garde. Zwischen dem Schwarzhäupterhaus und dem gegenüberliegenden Rathaus befindet sich das Symbol für die städtische Freiheit – der Roland mit dem Rigaer Wappen und dem Schwert.

○ Im Schwarzhäupterhaus befindet sich heute neben städtischen Veranstaltungsräumen auch das Touristenbüro der Stadt Riga sowie ein Cafe.

Fassadenschmuck: (und eine Seitentuer)
○ Auf der Giebelspitze befindet sich die Wetterfahne „Heiliger Georg im Kampf mit dem Drachen“. Direkt darunter an der Giebelfassade befindet sich das Relief des König Arthus mit Zepter und Reichsapfel. Links von ihm auf der Fassade steht ein Löwe mit Schild und rechts von ihm ein Blumenstrauch mit Möwe.
○ Unter dem Relief von König Arthus befindet sich eine astronomische Uhr. Sie wurde 1626 vom Uhrmachermeister Matis als „Calendarium perpetuum“ (deutsch: „Ewiger Kalender“) hergestellt. Sie zeigt außer den Mondphasen, den Tierkreiszeichen und der Uhrzeit auch das jeweilige Datum und den Wochentag an. Die jetzige Uhr ist ein Nachbau, der in Regensburg hergestellt wurde.
○ Unter der Uhr befinden sich in einer Reihe die Stadtwappen der Hansestädte Riga, Bremen, Lübeck und Hamburg. Sie werden rechts und links von Löwen bewacht.

○ Jeweils unter den Stadtwappen befinden sich die Skulptur des Neptun, die Allegorien der Eintracht und des Friedens und die Skulptur des Merkurs.
○ An den beiden Giebelseiten des benachbarten Schwabe-Hauses befinden sich Figuren der Landsknechte.
○ Im unteren Bereich der Fassade des Schwarzhäupterhauses sind weiterhin zu finden: Löwen, das Rigaer Stadtwappen, das Wappen der Compagnie der Schwarzen Häupter, die beiden Schutzheiligen Maria und Mauritius, die Stadtwappen von Reval und Dorpat und die Skulptur des Heiligen Georgs im Kampf mit dem Drachen.

○ Innenausstattung: hab ich nicht gesehen, dazu reichte leider die Zeit nicht. Das werde ich beim nächsten mal anschaun. – (dei Uhr zeige ich später näher in einem anderen post)

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