GEO-ABC: H – wie Helsinki/Helsingfors (I)

Ich habe mich nun doch für diese „H“- Stadt entschieden.(Dieser Post wird gleichzeitig teilweise ein Reisebericht vom Kurztripp am Mittwoch). Ich bin also am Mittwoch losgedüst um diese Stadt per Cam besser kennen-zulernen.Ich war schon mehrmals dort (berufsbedingt),aber kam nie dazu mir die Stadt anzuschaun.

Beiträge zu Geographie-ABC werden zweimal monatlich (Im 2-wöchigen Rhythmus) verschiedene Orte dieser Welt in alphabetischer Reihenfolge präsentiert. Was gezeigt wird, ist uns über-lassen. Einzige Einschränkung: selbst fotografierte Bilder sollen es sein, und muss auf der Land-karte zu finden sein.

(House of the Estates/Palais des Estats)
Helsinki (finn.[ˈhɛlsiŋki],in schwedisch Helsingfors, ist die Hauptstadt von Finnland und der finnischen Landschaft Uusimaa. Es ist die größte Stadt Finnlands und bildet das Zentrum der „Hauptstadtregion“, eines Ballungsraumes mit rund einer Million Einwohnern. Die Stadt ist das politische, wirtschaftliche, geistige, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Finnlands. Helsinki hat 6,2 % schwedischsprachige Einwohner und ist offiziell zweisprachig.

Die Landschaft Uusimaa (schwed. Nyland) kam im 12. Jahrhundert unter schwedische Herrschaft. Im Mittelalter bestanden auf dem Gebiet des heutigen Helsinki einige Dörfer, die von der im 14. und 15. Jahrhundert eingewanderten schwedisch-sprachigen Bevölkerung bewohnt wurden. Die Stadt Helsingfors (so der schwedische Name von Helsinki) wurde am 12. Juni 1550 auf Befehl des schwedischen Königs Gustav I. Wasa gegründet, um einen Konkurrenzhafen zur Hansestadt Reval (dem heutigen Tallinn) auf der anderen Seite des Finnischen Meerbusens zu schaffen. Ursprüng-lich befand sich Helsinki an der Mündung des Flusses Vantaanjoki. Der schwedische Name Helsingfors leitet sich von einer Stromschnelle (schwed. fors) am Unterlauf des Vantaanjoki ab (der Fluss wurde damals noch Helsinge å genannt).

Als Schweden im Livländischen Krieg 1561 Reval eroberte, schmälerte dies Helsinkis Bedeutung. Weil die Lage des Hafens am Ende einer flachen und klippenreichen Bucht für große Segelschiffe ungünstig war, beschloss man, die Stadt näher an das offene Meer zu verlegen. Als neuer Standort standen zunächst Santahamina und das Gebiet des heutigen Sörnäinen zur Disposition. Schließlich wurde Helsinki 1640 unter der Leitung des General-gouverneurs Per Brahe an seine heutige Stelle auf der Halbinsel Vironniemi (schwed. Estnässkatan) verlegt. Heute befindet sich auf dem Gebiet der Stadtteil Kruununhaka. Die alte Stadt an der Mündung des Vantaanjoki wurde aufgegeben. Das Erstarken des Russischen Reiches und die Gründung der Stadt Sankt Petersburg im Jahr 1703 hatten maßgeblichen Einfluss auf Helsinki. Der Große Nordische Krieg zwischen Schweden und Russland traf Helsinki schwer. Zunächst fiel ein großer Teil der Bevölkerung 1710 einer Pestepidemie zum Opfer, dann wurde die Stadt 1713 von der eigenen Armee beim Rückzug niedergebrannt. Von 1713 bis 1721 sowie erneut während des Russisch-Schwedischen Krieges 1741–1743 stand Helsinki unter russischer Besatzung. Nachdem Schweden im Frieden von Turku die Festung Hamina an Russland hatte abtreten müssen, wurde 1748 die Seefestung Sveaborg (Suomenlinna) auf mehreren Inseln vor der Küste Helsinkis errichtet. Am 2. März 1808 wurde Helsinki während des Russisch-Schwedischen Krieges von russischen Truppen erobert. Dabei wurde es durch eine Feuersbrunst abermals fast völlig zerstört. Als Resultat des verlorenen Krieges musste Schweden 1809 ganz Finnland an Russland abtreten.
Die Hauptstadt des neugegründeten Großfürstentums Finnland war Anfangs Turku, die bis dahin größte und bedeutendste Stadt des Landes. Aus Sicht von Zar Alexander I. war Turku aber zu weit von Sankt Petersburg entfernt, weshalb 1812 der Beschluss erging, die Hauptstadt nach Helsinki zu verlegen.
Als Finnland am 6. Dezember 1917 die Souveränität erlangte, wurde Helsinki zur Hauptstadt des neuen Staates.

Das war Teil 1
Fortsetzung folgt baldigst..