Fenster – mal ganz verschlossen – 56

Und wieder war Dienstag, ich aber anders beschäftigt…
Dienstags – wird ein Blick in manch offenes oder meist
geschlossenes Fenster von innrnen oder ausen riskiert…
wer Lust hat kann bei >>>Vera<<< mit fensterln ..

Nr – # 56 – .
Diese Fenster – diesmal verschlossen sah ich in der Altstadt in einer der Gassen als
ich Vorgestern auf dem Heimweg nochmal dort war..Es war ja schon Abend..
Man kann in der Altstadt Stundenlang rumlaufen und dennoch hat man nicht alles gesehen…

12feb 085
Übrigens Baugeschichte:
○ Was heute als Gamla stan bezeichnet wird, war über viele Jahrhunderte das eigentliche Stockholm. Die heutigen zentralen Stadtteile Norrmalm, Södermalm und Östermalm hatten dagegen mehr ländlichen Charakter. Die ersten Häuser entstanden im 13. Jahrhundert im Schutze der Burg, die Birger Jarl zur Überwachung der Einfahrt in den See Mälaren errichtet hatte. Am zentralen Platz, Stortorget, wurde ein Rathaus gebaut und dahinter entstand die Dorfkirche, aus der später die heutige Nikolaikirche wurde. Vom Platz gingen Straßen, die nach einem unregelmäßigen Muster angelegt wurden, zu den verschiedenen Stadttoren. Die ältesten belegten Straßen sind Köpmangatan (erstmals erwähnt 1323), Skomakargatan (1337) und Svartmangatan (1437).
○ Im Mittelalter war der Ort von einer Stadtmauer umgeben die oberhalb der heutigen Straßen Västerlånggatan und Österlånggatan lag. Schon zum Ende des 13. Jahrhunderts begann man den Baugrund der Stadt zu erweitern, indem man die Strände der Insel mit Erde auffüllte. Die Stadtmauer wurde verschoben und das neu gewonnene Gebiet mit Häusern bebaut. Nach einem verheerenden Brand von 1625, der hauptsächlich die südwestlichen Teile der Stadt zerstörte, wurden umfassende Ausgleichsarbeiten durchgeführt, was zur Bildung der schnurgeraden Straßen Stora Nygatan und Lilla Nygatan führte. Zum Ende des 17. Jahrhunderts hatten die Stadtmauern ihre Bedeutung verloren und wurden folgerichtig abgerissen.

(Foto klicken, grösser sehen)

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Pojke som tittar på månen

Ich war Gestern auf dem Heimweg noch in der Altstadt (Gamla stan) um Haus Nr zu fotografieren. Als ich am Schloss und der finischen Kirche vorbei ging, fiel mir ein das ich noch nie im Hinterhof (Bollhustäppan) gewesen bin. Also habe ich mich da mal umgeschaut. Und fand diese kleine berühmte, aber mir bis dahin unbekannte Skulptur. Sie ist nur 15 cm hoch.

Die Skulptur steht am Bollhustäppan und ist wohl die kleinste öffentliche Skulptur (nur 15 cm hoch) in Stockholm , genannt – Pojke som tittar på Månen – (“ Junge, der zum Mond schaut“) oder Järnpojken („Iron Boy“), aber umgangssprachlich auch  „Olle“ benannt. Sie wurde von Liss Eriksson (1919-2000) im Jahre 1954 geformt und wurde 1967 eingeweiht. Es ist eine Erinnerung aus der Kindheit des Künstlers , als er während der schlaflosen Nacht auf seinem Bett sitzend, um auf den Mond durch sein Fenster zu starren. Aus Sandstein und Schmiedeeisen , kontrastiert seine stilisierter Form die Wärme seines Ausdrucks , seine informelle und zurückhaltende Art und Weise und ist damit einer der beliebtesten Stücke der Kunst in der Stadt, die von Massen von Touristen jedes Jahr gestreichelt wird , wie der glänzenden Kopf zeigt.
Es wird behauptet, eine magische Kraft zu haben, und die Leute opfern Geld, für den Jungen und klopft ihm auf den Kopf für Glück.
Nach Angaben des Künstlers , die Kleinheit der Skulptur vergrößert den leeren Raum um ihn herum, und auch dieser leere Raum ist Teil der Skulptur , ist es eigentlich ein ziemlich großes Stück Kunst.
○ Martin Stugart , ein Experte der Geschichte der Stockholmer, schreibt das die Münzen die die Touristen hinlegen , trotz Hinweise der Führungen  werden von der finnischen Kirche, die um das Phänomen zu bändigen versucht hat zu hindern. In Anbetracht um  den Low-Key- Kult um den Jungen – aber diese Münzen zu stehlen bedeutet Unglück , wie das Kind sieht alles , aber vergisst nichts .
12feb 109

neulich waren wir mal wieder bummeln..

..da es mitten in der Woche war, waren wenig Menschen in Gamla stan (Altstadt). Sonst sind dort ja immer massig mit Touris und auch Stockholmer unterwegs..Wir sind zum Stortorget (Markt) gelaufen, um uns den kleinen aber feinen Weihnachtsmarkt anzuschaun.

..danach sind wir wie immer ins Grillska huset, Stortorget 3, Gamla stan um Kaffe zu trinken. Das Haus stammt aus dem Mittelalter, aber ein durch-greifender Umbau geschah 1649. Das Haus wurde auch später in den Jahren 1750 und 1914 umgebaut. Aus dem 1600-Umbau stammen die grossen und ungewöhnlich weich geformten Barockgavlarna und einige dekorativ bemalten Dachbalken. Die Fenster Deko im Cafée ist alte Tradition. Der Lichterbogen und die Knäckebrotringe.

Im Haus befindet sich das Grillska Caféet. Der Name Grillska huset stammt aus dem 1600-talet in dem die Familie Grill das Haus kaufte. Die Familie war Eigentümer des Hauses mehr als 200 Jahre. Im Jahre 1912 übernahm Stadsmissionen das Haus.

..zum Schluss sind wir noch kurz in die Storkyrkan um eine Kerze anzuzünden und uns die verschiedenen Krippen anzuschaun.  Die St. Nikolai Kirche (auch Storkyrkan genannt) ist Domkirche Stockholms innerhalb der evangelisch-lutherischen Schwedischen Kirche und liegt in der Gamla Stan in der Nähe des Königlichen Schlosses.

Es war ein schöner gemütlicher Tag. Und das Wetter auch ganz ok.