Anna #14 – ein Haus in gamla stan

Mal etwas näher bei mir, und zwar ein Haus in gamla stan (Altstadt) in Stockholm. Schöne interessante Türen gibt es viele und nicht ungewöhnliche, aber die History ums Gebäude.
Das Grunstück –Typhon 2– mit der Adresse Västerlånggatan 68 in der Altstadt wurde zwischen 1629 und 1634 gebaut. Es war der international führenden Händler Erik Larsson, der das Haus bauen lies.
Es war ein Palast des kontinentalen Stils, Erik der internationale Eindrücke von seinen vielen Geschäftsreisen im Ausland erhalten hatte. Das Haus wurde von einem deutschen Maurer Meister gebaut, als Erik die Erlaubnis vom König bekam, ausländische Arbeitskraft nutzen zu dürfen. Als das Haus 1631 einzugsfertig war, war das im selben Jahr, als Erik zum Ritter geschlagen wurde und er nahm den Name –Erik von der Linde-. 1634 wurde das Haus komplett fertiggestellt.
Erik von der Linde konnte das Haus leider nur für einige Jahre nutzen, weil er 1636 starb.
Das Haus wurde dann umfangreichen Renovierungsarbeiten unterzogen. Alle älteren Kamine wurden entfernt.

(Fotos klicken, grösser sehen)

• Im Jahr 1975 kaufte –Murmestare Embetet-(Zunft) das Haus. Im Jahr 2010 wurde die Fassade mit ihrer schönen Dekoration restauriert.


• Murmestare Embetet (Zunft)-  wurde 1487 in Stockholm gegründet und ist einer der ältesten noch aktiven Berufsverbände in Schweden. Das Büro befindet sich im Haus von der Lindeska in der Västerlånggatan 68 in Stockholm.
• Skråordnings Original ist in der Königlichen Bibliothek aufbewahrt.
• Im Dezember 1846 wurde die Zunft in Schweden abgeschafft. Die Mitglieder des Murmestare-Ausschusses waren jedoch der Ansicht, dass es notwendig sei, in Zukunft gemeinsame Branchen- und Berufsfragen zu diskutieren. Man traf sich weiterhin unter dem alten Namen Murmestare Embetet in Stockholm, der immer noch da ist.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist 2711divider.png.

Anna #12 – Museum in Tomelilla

Hans Folke Alfredson (* 28. Juni 1931 in Malmö; † 10. September 2017) war ein sehr bekannter schwedischer Komiker, Regisseur, Schriftsteller und Schauspieler.

Hans Alfredson bildete zusammen mit Tage Danielsson das Komikerpaar „Hasseåtage“ und 1961 das überaus erfolgreiche Unterhaltungs-unternehmen „Aktiengesellschaft Schwedische Wörter“. Die von ihnen gemeinsam produzierten Revuen, Filme und Platten machen einen wesentlichen Beitrag zur schwedischen Unterhaltungskultur und Theatergeschichte ab den 1960er-Jahren und bis zum Tod von Tage Danielsson aus.

○ Folke Lindhs Rollenfigur als Tarnung eines Deutschen Soldat ist eine Statue des Künstlers Anders Hellström vor dem „Hasse und Tage“ Museum in Tomelilla.

„Picassos Abenteuer“ ist ein schwedischer Komödienfilm aus dem Jahr 1978 unter der Regie von Tage Danielsson. Es ist einer der Titel in dem Buch Tausend Schwedisch Classicer (2009)
Handlung:
•Picassos Abenteuer ist eine surreale Komödie von AB Svenska Ord, indem man das Leben von Pablo Picasso von der Wiege bis zum Grab verfolgen darf. Der Untertitel des Films ist „Tausend liebevollen Lügen„.
•Pablo Picasso wächst in Spanien unter armen Verhältnissen auf, aber er ist äußerst künstlerisch begabt und wird zwischen Madrid und Paris hin und her geschickt, um sein Talent zu entwickeln. Es ist ein weiter Weg zu Reichtum und Ruhm, aber sobald Picasso ihn erreicht hat, möchte er nur weg vom Elend.
Über den Film:
Der Film hatte am 20. Mai 1978 schwedische Premiere im Kino Röda Kvarn in Stockholm.
Der Großteil des Films wurde in Tomelilla gedreht, das die Metropolen wie Paris, London und New York vorstellen soll. – Dem Film fehlt der normale Dialog – Der Dialog, ist ein Sammelsurium von Wörtern,  in der Sprache des Landes, das gerade aktuell ist.
• Als Picassos Vater Offizier mit dem Grad „Hauptbahnhof“ (centralstation) unter den Nazis Dienst hatte, ist seine Begrüssung „Halvliter!“ (Halber Liter). Das Lied das Sirkka (Lena Nyman) immer und immer wieder singt, ist eigentlich ein Rezept für Kalakukko Gericht auf Finnisch.
„Picassos Abenteuer“ war Hans Alfredson und Tage Danielssons letztes gemeinsames Filmprojekt. (beide sind verstorben)
○ Und diese ist in Stockholm „Humor“ ist der Name dieser Skulptur.
Die Skulptur ist eine Hommage an den schwedischen Komiker Hans Alfredson, dessen Gesichtszüge der Kanalarbeiter trägt. Die Bronzeskulptur wurde 1967 von Karl Göte Bejemark geschaffen. Bejermark finanzierte die Skulptur selbst. Sie stellt einen Arbeiter dar, der von unten einen Kanaldeckel mit beiden Händen anhebt und auf den Bürgersteig sieht. Die Umgebung des Kanaldeckels ist mit Baustellen-absperrungen abgesperrt, die Teil des Kunstwerks sind. •Zunächst war das Kunstwerk am Nybroplan aufgestellt, musste dort jedoch im Jahr 2010 abgebaut werden.
Am 23. September 2011 wurde es an seinem jetzigen Standort (an Slussen) neu aufgestellt. (hab schon mal von „Humor“ berichtet)


Artis Projekt – (Fotos klicken,grösser sehen)
nächstes mal am 1.November.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist 2711divider.png.

Anna (#9) – Stora Sjötullen

• Stora Sjötullen (am Blockhusudden) – (Zoll)
○ Der große Zoll, auch als -Blockhusuddstullen- bekannt , befindet sich am Südlichen Djurgården in Stockholm. Der Zoll, ein so genannter See Zoll, nahm ein „bompeng“ vom Seeverkehr, die von den Stockholmer Schären kamen. Das wurde zuerst in 1623. erwähnt.

• Grosse See Zoll am Blockhusudden bestand aus einer Gruppe von Gebäuden. „Ostsee Zoll“ (Adresse Sjötullsbacken 22), „Ostsee Zoll 2“ (Adresse Sjötullsbacken 27) und „Ostsee Zoll 3“ (Adresse Blockhusringen 35). Die Gebäude des Ostsee Zolls sind nunmehr nationale historische Denkmale und sind Eigentum der Djurgården Verwaltung und werden als Privatwohnungen (Häuser) vermietet.

• Das erste Zollhaus entstand im Jahre 1622, wahrscheinlich auf dem Fundamenten von Gustav Vasas Blockhaus, das so seinen Namen Blockhusudden bekam. In jener Zeit war die Segelroute durch eine doppelte Reihe von See Sperren zwischen Blockhusudden und heutigen Nacka Strand blockiert. Davor gab es Zollstationen in Vaxholm und Baggensstäket. Das Zollhaus wurde bei einen Brand Mitte der 1720er Jahre zerstört.

• Im Jahr 1727 wurde das heutige Gebäude gebaut, entworfen vom Stadtarchitekten Johan Eberhard Carlberg . Das Haus hat zwei Etagen und die Zoll Expedition war im Erdgeschoss, während die Wohnung des Zollinspektor im zweiten Stock war.. Der letzte Zollinspektor war Carl Magnus Ekbohrn. Er übernahm das Amt im Jahr 1856 und hatte es bis zu seinem Tod im Jahr 1881, danach wurde auch der Zoll-Betrieb eingestellt.


Artis Projekt – (Foto klicken,grösser sehen)

Anna (#8) – Djurgårdsbrunnsbron

• Hier gab es schon sehr früh eine natürliche Wasserstraße, aber Mitte des 18. Jahrhunderts hörte Djurgården auf, eine Insel zu sein, denn durch die fortschreitende Landerhöhung und Versumpfung wurde die Verbindung zu einem schmalen, unbrauchbaren Rinnsal.

• Der Djurgårdsbrunnskanalen ist ein Kanal im südlichen Djurgården in Stockholm, er erstreckt sich vom Djurgårdsbrunnsviken im Westen zur Ostseebucht Lilla Värtan im Osten. Der Kanal ist ca. einen Kilometer lang und wird von einer Drehbrücke überquert.


• Der gegenwärtige Kanal kam durch die Initiative von König Karl XIV. Johan zustande. Er wollte Djurgården verschönen und gleichzeitig die Versorgung der Stadt mit Gemüse erleichtern, das auf den Inseln der Schären angebaut wurde. Der Kanal wurde eine teure und langwierige Angelegenheit. Es dauerte fast zehn Jahre, den ca. einen Kilometer langen, 9,5 m breiten und 2,1 m tiefen Kanal zu bauen. Im Jahre 1834 war er endlich fertig. – Um den Bau zu finanzieren wurde eine Gebühr verlangt: ein Schilling für Ruder, vier Schilling für ein großes Boot und acht Schilling für einen Lastkahn . Die Gebühr wurde 1881, abgeschafft.
• Heute ist der Djurgårdsbrunnskanalen ein beliebtes Ausflugsziel mit seinen schattigen Uferpromenaden, die mit Eichen und Ahorn bepflanzt sind. Zur Sommerzeit ist auch reges Treiben im Kanal, wenn sich Sightseeingboote, Freizeitboote und Sportboote dort drängeln. Seit 1994 ist der Djurgårdsbrunnskanalen auch Teil des ersten Nationalstadtparks der Welt, dem Ekoparken.

Die Brücke ist die einzige erhaltene Drehbrücke – wird aber  seit 1966 nicht mehr geöffnet.
Die Kosten für den Kanal und die Brücke belief sich auf 50.978 Kronen. Die Brücke ist 6,5 Meter breit swing und besteht aus zwei 20,8 Meter Gitterträger stütz Fahrbahn und gleichzeitig wirkt als Brückengeländer. Die Brücke erlaubt es nicht, entgegenkommenden Fahrzeugverkehr und ist daher Licht geregelt. Djurgårdsbrunnsbron und Djurgårdsbrunnsvägen, die über die Brücke führt, erhielt seinen heutigen Namen 1954.
Artis Projekt – (Foto klicken,grösser sehen)