Türen der Welt # 12 – ein Auschnitt von Ländern zum Abschluss..

Lieber Kalle, es war ein sehr interessantes Projekt, mir hat es sehr viel Freude bereitet. So viele unterschiedliche Türen habe wir entdecken dürfen/können. An dieser Stelle möchte ich mich ganz ganz herzlich für deine tolle Projektbetreuung bedanken. So souverän schafft es nicht jede/r wie du! Danke dir ganz herzlich. Und hier nun …

Die Nr 12, für den Dezember zu –Kalles-Türen der Welt” ist diesmal nicht nur eine, sondern ein kleiner Rundgang hier und da durch Europa …Natürlich nicht alle Länder in Europa, das wäre zuviel des Guten, sondern wie gesagt hier und da..Und auch nicht zu allen Türen Erläuterungen..

IMG_0225 Also fange ich in Leipzig an 🙂

Zum Coffe Baum

Historik:
Das Haus „Zum Arabischen Coffe Baum“ ist eines der ältesten kontinuierlich betriebenen Café-Restaurants Europas. Hier hatten berühmte Dichter, Komponisten und Universitätsgelehrte ihren eigenen Stammtisch, an dem sie philosophierten, spielten, speisten und natürlich auch „ein wenig“ tranken.
Bereits im Jahre 1556 findet man in den städtischen Ratsbüchern einen Hinweis auf das „Am Barfüßer Thor“ gelegene Haus. Nach mehrmaligen Um- und Erweiterungsbauten steht es bis zum heutigen Tag auf den Grundmauern aus dieser Zeit.
Das „am Barfüßer Gäßgen gelegene Haus“ gelangte auf ganz besondere Art und Weise zu seinem Namen. Während des Umbaus in den Jahren 1719/20 erhielt das Gebäude eine Portalplastik, die fortan als Haus- und Gewerbezeichen diente und 1720 den neuen Hausnamen „Zum Arabischen Coffe Baum“ begründete. Wer diese einzigartige barocke Plastik mit dem stattlichen Osmanen nebst kleinen Amor letztlich in Auftrag gegeben, wer sie geschaffen und wer sie bezahlt hat, bleibt bis zum heutigen Tag ein Geheimnis. Der Legende zufolge hatte Kurfürst August der Starke eine Liaison mit der Wirtin Johanna Elisabeth Lehmann. Aus Dank für die erbrachten Liebesdienste soll er ihr die prächtige Plastik gestiftet haben. Entgegen der noch heute bestehenden Meinung, war der Coffe Baum zu keiner Zeit eine reine Kaffeeschänke. Schon die erste Wirtin Lehmann schenkte ab 1720 auch Tee, Kakao und Likör aus. Hopfen und Malz waren hier ebenfalls nicht verloren, sondern ab 1742 frisch gezapft zu genießen.

weiter gehts mit Riga: zu diesen beiden Türen weiss ich nichts bestimmtes. Die eine ist zu einen Wohnhaus…und die andere Einfahrt zu einem Hof vermute ich.

und hier eine doch recht typische in Valldemossa auf Mallorca

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weiter gehts  nach Paris (in der Nähe vom Eifelturm)

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weiter nach Rotterdam und Amsterdam

und nun ist die Reise beendet, wir sind zum Schluss wieder in Stockholm – an einer der Eingangstüren zum Stockholmer Schloss.

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Danke euch allen für eure Begleitung 🙂

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Türen der Welt # 11 – Präsidium

Die Nr 11, die November Tür zu KallesTüren der Welt” ist diesmal auch nicht weit von mir.

12apr 006Heute ist die Polizei dran 🙂

(das Polizei Praesidium in Stockholm und ein paar Türen)

Historik:
Die Entscheidungen über den Bau einer neuen Polizeistation wurde vom Rat der Stadt im Jahre 1903 getroffen . Wahrscheinlich war es der Mangel an Gefängniszellen im alten Untersuchungsgefängnis in der – Myntgatan in Gamla Stan- (in der Altstadt), die von entscheidender Bedeutung war, als der Vorstand beschloss, eine neue Umgebung , einschließlich Polizei-Hauptquartier, Sporthalle,  Ställe und Untersuchungsgefängnis auf dem Grund , der damals für Gemüsegärten verwendet wurden, zu bauen.

Grundlegende Arbeiten begannen im Jahre 1905 , aber es dauerte bis 1911, bevor Gefängnis und Polizeipräsidium bezugsfertig waren. Der Architekt war Hovintendenten Gustaf Lindgren errnannt. Lindgren war zu dieser Zeit Architekt Superintendent Vorstand und auch im Königlichen Gefängnis Vorstand .
(dies ist ein kleiner Teil des Gebäude-Komplexes, es ist viel grösser. Ein ganzes Quartier)
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CollagePolTuer11 Der Stil brach gegen die in dieser Zeit normalen nationalen romantischen Orientierung, und wurde von Zeitgenossen wegen seines Eklektizismus , die in Bezug auf Stil als veraltet bezeichnet. Es war auch als einer der wenigen schwedischen Komplexe im imperialen Stil der rund um auf der Welt die Autorität zu manifestieren genutzt wurde.
Das Gebäude enthielt neben Büroräumen auch Wohnungen für Mitarbeiter.

diese Seitentür zum lokalen Revier (wird sicher heute nicht benutzt)

(die Übersetzung ins deutsch ist wiedermal nicht perfekt. aber man versteht den Text dennoch denke ich)
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Türen der Welt # 10 – Technik

Die Nr 10, der Oktober Beitrag zu KallesTüren der Welt” ist diesmal nicht weit von mir 🙂

Als ich neulich wieder dort vorbei kam, habe ich mir eine dieser Türen näher angeschaut. Es ist die KTH-Technische Hochschule. Die Türen sind schlicht aber die Fenster und die TürenÖffner sind interessant und schön verziert.

Die Königlich Technische Hochschule (schwedisch Kungliga Tekniska högskolan, kurz KTH, englische Bezeichnung KTH Royal Institute of Technology) ist eine Universität in Stockholm und Schwedens größte technische Universität. Ein Drittel aller schwedischen Ingenieure werden an der KTH ausgebildet. Neben dem Hauptcampus am nördlichen Rand des Stadtzentrums gibt es weitere Campus in Kista, Haninge und Södertälje.
Geschichte:
Vorgänger der KTH var das Laboratorium mechanicum, das am 26. Oktober 1696 von Christopher Polhem gegründet worden war.
Da die Ausbildungsleistungen nicht zufriedenstellend waren, wurde 1798 eine „mechanische Schule” mit drei Lehrern gegründet, die unter anderem in Statik, Mechanik und Hydraulik ausbilden sollte. Im Hinblick auf die rasche Industrialisierung in Deutschland und Österreich war auch diese Lösung nicht von Dauer, so dass König Karl XIV. Johan am 18. Mai 1825 die Gründung eines „Technologischen Institutets” beschloss. Am 8. Juni 1826 legte der König in der Satzung fest, dass das Institut „Können und Wissen vermitteln soll, die zum erfolgreichen Betrieb von Handwerk und Fabriken notwendig sind”. Im Jahr 1827 nahm die KTH als Teknologiska Institutet den Betrieb auf– und hatte einen sehr starken Anwendungsbezug. Damit sollte der Bedarf an Ingenieuren, der durch die Industrialisierung entstand, gedeckt werden. Der Fokus lag deshalb weniger auf den wissenschaftlichen Grundlagen, als auf der angewandten Technologie. Doch schon von Beginn an war dieser Fokus nicht unumstritten. 1877 erfolgte die Umbenennung in Kungliga Tekniska Högskolan und die Ausbildung wurde wissenschaftlicher. Im Jahr 1927 erfolgte dann die Anerkennung als Universität und die Verleihung des Promotionsrechts.

PDC: – Auf dem Campus der Hochschule wird das leistungsfähigste wissenschaftliche Rechenzentrum Schwedens betrieben, das PDC (parallelldatorcentrum). Seine Dienste werden sowohl von Forschungsgruppen an der Hochschule als auch von Externen in Anspruch genommen.
Trivia:
Im Februar 2002 erhielt Bill Gates die Ehrendoktorwürde der Universität.
Am 4. September 2013 besuchte US-Präsident Barack Obama die Universität, um sich unter anderem über Forschung über Brennstoffzellen zu informieren.


Motto: Wissenschaft und Kunst – Gründung: 1827 – Trägerschaft: staatlich
Ort: Stockholm, Schweden – Rektor: Peter Gudmundson
Studenten: 10.056 (FTE, 2011/2012)
Mitarbeiter: 3.542 (2012) – davon Professoren: 268 (2012)
Jahresetat: 4,214 Mrd. SEK (2012) ~ 460 Mio. Euro

Extra Info: ○ U-Bahn Station-Tekniska högskolan- ist eine unterirdische Station der Stockholmer U-Bahn, die südlich der namensgebenden Tekniska högskolan liegt. Die Station wird von der Röda linjen des Stockholmer U-Bahn-Systems, sowie von der schmalspurigen Roslagsbanan, die an der oberirdischen Station Stockholms östra hält, und Bussen nach Norrtälje bedient. Die zentrale Lage in der Innenstadt sowie die zahlreichen Umsteigemöglichkeiten machen die Station zu einer der meistfrequentiertesten des U-Bahn-Netzes. An einem normalen Werktag steigen hier 23.000 Pendler zu.
Die Bahnsteige befinden sich ca. 18 Meter unter der Erde.

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Türen der Welt # 9 – Art Nouveau (Teil 2-Riga)

Die Nr 9, der September Beitrag zu KallesTüren der Welt” ist auch aus/in Riga  🙂 Auch diesmal ist ein wenig mehr als nur Tür was ich zeige.

Der Jugendstil – Art Nouveau in Riga: (dies ist eins der mehr als 800 Jugendstilbauten in Riga)
Die architektonische und künstlerische Antwort auf die literarische Moderne Bewegung, die im späten 19. Jahrhundert begann, war die Art Nouveau-Bewegung in Europa. Die Jugendstil-Bewegung erreichte ihren Höhepunkt im frühen 20. Jahrhundert, die, als die Mehrheit des Jugendstils in Riga die Häuser gebaut wurden, beginnend im Jahr 1899. Riga Begriff für die Bewegung, Jugendstil, stammt aus der deutschen und skandinavischen Bewegung nach dem Avantgarde-Zeitschrift Jugend („Jugend“) benannt. Im Gegensatz zu den steiferen Sensibilitäten viktorianischen Stil, betonte Jugendstil eine vollständige kreative Freiheit, Mischung fantastischen Elementen mit einer Tendenz, alle nützliche Bauelemente als künstlerischen Wert zeigen, mit sehr charakteristischen Elemente wie dynamische, hügeligen und fließenden Linien und geometrischen Ornamenten. In Riga, konnte Jugendstil in zwei Hauptrichtungen, dekorative und romantisch-nationalistischen Jugendstil aufgeteilt werden.

Riga ist eines der größten Zentren des Jugendstils, mit mehr als einem Drittel der Gebäude der Central District im Stil gebaut, andere wichtige Zentren sind Paris, Barcelona, ​​Berlin, Wien, Krakau und Moskau und St. Petersburg, unter anderen. Die Hauptstraße für Rigas Jugendstil-Viertel ist Elizabetes, die Brivibas Boulevard schneidet. Neben Elizabetes Street, Alberta und Strelnieku Streets außerdem eindrucksvolle Beispiele des Stils. Insgesamt gibt es mehr als 800 Jugendstilbauten in Riga, aber  sie alle zu finden wäre ein ziemlich ehrgeiziges Unterfangen sein.

Architekten
Bezeichnenderweise wurden die meisten der Jugendstil-Gebäude entworfen und gebaut von lettischen Architekten. Gebäude in der dekorativen Art Nouveau Stil von einem der berühmtesten Architekten können Mikhail Eisenstein (Vater des Regisseurs Sergei Eisenstein), auf Elizabetes 10a und 10b, sowie an Alberta 2, 2a, 4, 8 und 13 entnommen werden. In der Alberta Nr 13 steht ein Gebäude aus dem Jahre 1904 beherbergt heute das Riga Graduate School of Law, die vollständig restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich. Gleich um die Ecke, Strelnieku Straße bietet auch exzentrische Beispiele für den Stil. Romantic-nationalistische Art Nouveau in den Gebäuden, die von lettischen Architekten E. Laube, K. Pēkšēns und A. Vanags, wie solche auf Terbatas Straße 15/17 und Brivibas Straße 47, 58 und 62 zu sehen.


George Armitstead wurde in Riga, Lettland (Russisches Reich damals) geboren. Im Jahr 1869 absolvierte Armitstead vom Polytechnischen Instituts Riga mit excellence, und war einer der Gründer der Fraternitas Baltica Brüderlichkeit. Er verbesserte seine Kenntnisse an den Universitäten Zürich und Oxford. Später arbeitete Armitstead als Ingenieur in Russland. Nach der Arbeit in Russland, kam er zurück nach Riga, wo er zu einer bedeutenden gesellschaftlichen Figur des Stadtlebens wurde. Am 7. Mai 1901 wählte der -Stadtrat von Riga- George Armitstead zum Bürgermeister von Riga. Er verwandelte Riga schnell: er baute die meisten der heutigen Gebäude in Riga, 13 Schulen, drei Krankenhäuser, das National Museum, den Zoo, Bibliotheken und Cafés. Während der Zeit, als er Bürgermeister war, verwandelte sich Riga von einer kleinen Stadt in eine europäischen Großstadt.
○ Zar Nikolaus II. von Russland schätzte Armitstead Arbeit und gab ihm den Titel -Laird of russischen Reiches-, und bot ihm an Bürgermeister von St.Petersburg zu werden, aber Armitstead lehnte ab.

==>>Teil 1-Riga

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