Lange keiner..

…auf der Bank gesessen..

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Alles ist vorherbestimmt,
Anfang wie Ende, durch Kräfte,
über die wir keine Gewalt haben.
Es ist vorherbestimmt für Insekt
nicht anders wie für Stern.
Die menschlichen Wesen, Pflanzen
oder der Staub, wir alle tanzen
nach einer geheimnisvollen Melodie,
die ein unsichtbarer Spieler
in den Fernen des Weltalls anstimmt.

~Albert Einstein~

-Rallarros-

Diese wenigen stehen zur Zeit nicht weit entfernt von unseren Haus. – (Mjölke, mjölkört eller rallarros (Chamerion angustifolium) finns i norra halvklotets tempererade områden. Den är vanlig längs banvallar, på hyggen och diken i hela Sverige, ända upp på kalfjället.) –

Die Erstveröffentlichung dieser Art erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum unter dem Namen Epilobium angustifolium L. 1771 wurde sie durch Giovanni Antonio Scopoli unter dem Namen Chamaenerion angustifolium (L.) Scop. in die Gattung Chamaenerion Ség. gestellt. 1972 verwarf der tschechische Botaniker Josef Holub die Gattung Chamaenerion als ungültig und stellte das Schmalblättrige Weidenröschen unter dem Namen Chamerion angustifolium (L.) Holub in die Gattung Chamerion (Raf.) Raf. ex Holub. Der russische Botaniker Alexander Sennikov kam dagegen 2011 zu dem Schluss, dass Chamaenerion Ség. der älteste regelgerecht publizierte Name ist, der 1872 mit Epilobium angustifolium lektotypifiziert wurde. Ein weiteres heterotypisches Synonym ist Epilobium spicatum Lam.

Das Schmalblättrige Weidenröschen ist auf der Nordhalbkugel zirkumpolar verbreitet. Die Vorkommen reichen bis weit in den Norden, in Europa bis weit nach Skandinavien. In den Alpen ist das Schmalblättrige Weidenröschen von der Tallage bis in Höhenlagen von 2000 Metern (in den Westalpen bis zu 2500 Metern) anzutreffen. In den Allgäuer Alpen steigt es im Tiroler Teil zwischen Lechleiten und der Hundskopfalpe bei Steeg bis zu einer Höhenlage von 1910 Meter auf.

Aufgrund ihrer Eigenschaften als Pionierpflanze vermehrte sich das Schmalblättrige Weidenröschen stark auf den durch Luftangriffe und Bodenkämpfe des Zweiten Weltkriegs entstandenen städtischen Schutt- und Trümmerflächen. Die zuvor im urbanen Bereich ungewohnten bzw. unbekannten Pflanzen der Ruderalflora – insbesondere aber die Schmalblättrigen Weidenröschen – erhielten den volkstümlichen Namen „Trümmerblumen“.

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Mauerpfeffer (fetknopp blomma)

Ganz sicher der Art bin ich nicht. – Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre), auch Scharfe Fetthenne genannt, gehört innerhalb der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) zur Gattung der Fetthennen (Sedum). –

Der Milde Mauerpfeffer ähnelt stark dem Scharfen Mauerpfeffer (S. acre), seine Triebe sind jedoch kantig, da die schmalen Blätter in fünf oder sechs Reihen angeordnet sind. Besonders gut sieht man dies an den blütenlosen Trieben. Die Artenbestimmung könnte im Prinzip durch Probieren bestätigt werden: Der Milde Mauerpfeffer schmeckt mild, der Scharfe Mauerpfeffer brennend scharf. Der scharfe Saft des Scharfen Mauerpfeffers ist jedoch giftig und kann auf der Haut sogar Blasen verursachen. An gemeinsamen Standorten beider Arten beginnt der Milde Mauerpfeffer einige Wochen später als sein Verwandter zu blühen. Der Scharfe Mauerpfeffer ist wesentlich verbreiteter.