GEO-ABC: U – wie Umeå

Hier nun das „U“ im Alphabet für Quizzys Projekt.

U“ wie Umeå und diesmal wieder in Schweden.  In dieser Nord- Schwedischen Stadt habe ich 20 Jahre gewohnt, bevor ich nach Stockholm zog.  Umeå [das a mit Ring wird wie O ausgesprochen] ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Västerbottens län und historischen Provinz Västerbotten.
(Residenz Gebäude)
Umeå liegt an der Mündung des Flusses Ume älv in den Bottnischen Meerbusen und ist Residenzstadt der Provinz.

Geschichte: Umeå erhielt 1588 Stadtrechte. Im Großen Nordischen Krieg am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Stadt 1714 von russischen Truppen niedergebrannt. Sie erholte sich danach jedoch und hatte um 1800 etwa 1.000 Einwohner. Im Jahr 1809 wurden in der Nähe der Stadt die letzten kriegerischen Kämpfe auf schwedischem Boden ausgetragen und die Stadt erneut von Russen erobert.
Ein Feuer am 25. Juni 1888 zerstörte die Stadt abermals. Die Birkenalleen, für die die Stadt seither berühmt ist, wurden nach dem Feuer angelegt, um die Ausbreitung der Flammen zu erschweren.  Die Stadt ist daher in ganz Schweden als „Stadt der Birken“ bekannt. Heute stehen in Umeå um die 3000 Birken. Aufgrund der nördlichen Lage schlagen sie erst um den 25. Mai aus und verlieren ihre Blätter wieder in der zweiten Septemberhälfte.
(Kirche und Rathaus)

Bildung und Wissenschaft: Im September des Jahres 1965 wurde in Umeå Schwedens seinerzeit fünfte Universität, die Universität Umeå (Umeå universitet), eingeweiht. (zu dem Zeitpunkt wohnte ich schon in Umeå). Sie entstand aus der schon vorher etablierten Medizinischen Hochschule. Den Rang als Schwedens nördlichste Universität behielt Umeå bis in die 1990er Jahre, als Luleås Technische Universität gegründet wurde. Ich habe keine Fotos von der heutigen Uni. Die ist enorm gewachsen.

An/In diesen rosa Haus hängen viele herrliche lustige Erinnerungen. Mich hat es gefreut als ich letztes mal dort war, das es immer noch die gleiche Farbe hatte. Hier haben wir damals z.B die Nächte durch getanzt. Als Umeå damals eine Universitäts Stadt wurde, waren wir Anfangs nur ca 500 Studenten, jeder kannte jeden. Hach waren das Zeiten, einfach Klasse. Zum Gebäude: “Scharinska Villa” in Umeå ist ein rosa schlossähnliches Gebäude das im Auftrag von der Familie Unander-Scharin 1904-1905 gebaut wurde. 1959 verkaufte die Familie Scharin das Haus an Umeå Kommun, welche die Villa restaurieren lies, und es an die Studentenschaft/Studierendenschaft (Uni) zur freien Benutzung übergab. (seit 2006 wird Scharinska privat betrieben)

Privat: Ich fühlte mich wohl in Umeå, aber der lange Winter (man kann fast sagen 9 Monate Winter) nervten mich manchmal bevor der ganze Schnee endlich weggetaut war.

GEO-ABC: T – wie Tallinn

Hier nun das „T“ im Alphabet für Quizzys Projekt. – (nun bin ich auch beim T)..*schmunzel

T“ wie Tallinn und immer noch auserhalb Schwedens. Tallinn hat eine sehr schöne interessante Altstadt. Hauptsächlich die haben wir uns angeschaut. – Teil der Stadtmauer – Tallinn entsteht als estnische Siedlung namens Lindanise. Woher der Name Tallinn kommt, ist nicht geklärt.
Entweder stammt es vom altestnischen taani linna (Dänenburg), oder von tali linna (Winterburg). Die Bezeichnung Reval leitet sich von einer alten estnischen Bezeichnung für die Region, Rävala, ab. Im Jahre 1285 wird Reval Mitglied der Hanse und in den Ostseehandel eingebunden. Die Deutschen bleiben die Herren im Land und stellen die Mehrheit der Bürgerschaft, kontrollieren die Rechtspflege und die Verwaltung, Deutsch ist Amtssprache. Die estnische Sprache und Kultur bleibt den Bauern vorbehalten, die hauptsächlich außerhalb der Stadtmauern, insbesondere auf der Fischermai, wohnen. 1346 wird Reval an den Deutschen Orden verkauft, ein Jahr später an den Schwertbrüderorden.
Im Jahre 1219 eroberte der dänische König Waldemar II. die alte estnische Burg (Schlacht von Lyndanisse) auf dem Domberg, errichtete sie neu und begann mit dem Bau einer Domkirche für den von Dänemark um 1167 im Zuge seiner Missionierung ernannten Bischof der Esten, Suffragan des Erzbischofs von Lund. Dänemark konnte die Burg jedoch nicht lange gegen die aufständischen Esten und die vordringenden Deutschen halten. 1227 eroberte der Schwertbrüderorden Reval mit päpstlicher Genehmigung und erhielt die Burg und einen Großteil des heutigen Estland zur Verwaltung aus der Hand des päpstlichen Statthalters in Estland. Die restliche Zeit der Ordensherrschaft war von inneren und äußeren Streitigkeiten geprägt, bis Moskau bei seinem Einfall 1558–1561 den Deutschen Orden in Livland besiegte. Reval wandte sich an Schweden als Schutzmacht, womit eine bis zum Großen Nordischen Krieg 1710 anhaltende schwedische Herrschaft in der Stadt begann.

Die Große Strandpforte (Suur Rannavärav) und der Turm Dicke Margarethe (Paks Margareeta) wurden als Verteidigung der Stadt Richtung Meer gebaut und um vom Meer kommende Besucher zu beeindrucken. Die Große Strandpforte wurde als Teil der Stadtmauer gebaut und liegt an der Nordseite der Altstadt, in der Nähe des Hafens. Im Zuge einer Rekonstruktion der Pforte im frühen 16. Jahrhundert wurde der Kanonenturm Dicke Margarethe dazugebaut. Der runde Turm mit 155 Schießscharten, einem Durchmesser von 25 Metern und einer Höhe von circa 20 Metern wurde zum Schutz des Hafens gebaut. Der Name leitete sich von der Tatsache ab, dass er der korpulenteste Turm der Stadtmauer war.

Schwarzhäupter-Bruderschaft– Das Haus der Schwarzhäupter-Bruderschaft ist so ziemlich das einzige erhalten gebliebene Renaissance-Gebäude in Tallinn. Die Bruderschaft der Schwarzhäupter entstand 1399. Sie vereinigte junge, unverheiratete Kaufleute, bevor diese als Mitglieder der Großen Gilde akzeptiert wurden. Auch ausländische Kaufleute, die sich für längere Zeit in Tallinn aufhielten aber nicht permanent hier lebten, konnten …

Die Alexander-Newski-Kathedrale ist Tallinns größte und prachtvollste Kuppelkathedrale. Die große und aufwändig dekorierte orthodoxe Kirche vereint historische Stile. Sie wurde 1900 während der russischen Zarenherrschaft in Estland vom St. Petersburger Architekten Mikhail Preobranzhenski auf dem Domberg erbaut. Sie ist dem Prinzen von Nowgorod, Alexander Yaroslavitz Nevsky, gewidmet, der die berühmte Eisschlacht am Ufer des Peipsi-Sees am 5. April 1242 anführte und die Deutschen auf ihrem Marsch nach Osten stoppte.

Tallinns Rathaus von 1402 – Tallinns Rathaus ist das einzige noch existierende gotische Rathaus in Nordeuropa. Seine Geschichte geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. 1248 verlieh der dänische König Erik IV. die Lübecker Stadtrechte an Tallinn. Auf dieser Grundlage wählten die Kaufleute einen Stadtrat, der im Rathaus tagte. Von 1402-1404 erhielt das Gebäude sein heutiges Aussehen. Heute dient das Rathaus administrativen Aufgaben. In der Haupthalle in der zweiten Etage veranstaltet die Stadtverwaltung festliche Empfänge und Konzerte. Wertvolle Kunstwerke in der Bürgerhalle und im Rathaussaal spiegeln den Reichtum und Idealismus der Hanse-Epoche wider. Besonderen Seltenheitswert haben die mittelalterlichen Bänke. An der Seite einer der Bänke aus dem 14. Jahrhundert befindet sich ein wunderschönes geschnitztes Abbild von Tristan und Isolde.

Das wars erstmal, auch wenn ich noch ewig weiterschreiben könnte. Aber es soll ja kein kompletter Reisebericht von mir werden 🙂

(Fotos klicken,grösser sehen)

GEO-ABC: S – wie Saint-Malo

Hier nun das „S“ im Alphabet für Quizzys Projekt. – (nur noch S + T dann habe ich euch endlich eingehohlt ..*schmunzel)

S“ wie Saint-Malo. Nun bin ich schon wieder auserhalb Schwedens. Das war eine super Reise. Ich hab sie mit Kollegen gemacht, wir waren 14 Personen (drei Frauen und der Rest Männer) Wir flogen nach Paris und fuhren weiter in Mietautos. Das Ziel war also Saint- Malo. Von Saint- Malo aus, haben wir übern Tag einen Ausflug per Auto an der Küste Richtung Saint Brieuc (ich weiss garnicht mehr wie weit) gemacht.
Saint-Malo liegt an der Côte d’Émeraude (Smaragd-Küste) im Norden der Bretagne, an der Mündung des Flusses Rance. (was die meisten von euch wissen). Der historische Stadtkern „intra muros“ (innerhalb der Stadtmauern) macht etwa 20 % der Gesamtfläche der Stadt aus und wird von drei Seiten vom Wasser umspült. In der Bucht von Saint-Malo kann man einen der größten Gezeitenunterschiede Europas bestaunen: bis zwölf Meter Differenz zwischen Niedrigwasser und Hochwasser.

Drei der vorgelagerten Inseln Grand Bé, Petit Bé sowie das Fort National (Festungsbau durch Vauban 1689) sind daher bei Niedrigwasser zu Fuß erreichbar. (Es ist fantastisch dieses Schauspiel – Ebbe und Flut -)

wenn man auf Grand Bé, Petit Bé  oder dem Fort National ist, muss man echt Acht geben und diese Info befolgen. Falls man nicht ersaufen möchte. 😉

Ursprung der Stadt war die gallo-römische Siedlung Aleth, die auf einer Halbinsel dem heutigen Stadtteil St. Servan vorgelagert war. Lange schützte die strategisch günstige Lage die Bewohner vor Eindringlingen. Im 6. Jahrhundert begann der walisische Mönch Machutus, auch Maclou oder Maclovius genannt, dessen Name im Französischen zu Malo wurde, mit der Missionierung der Einwohner. Allmählich begann die Siedlung zu wachsen und sich auf das benachbarte Festland auszudehnen. Der Schutzheilige und damit Namensgeber des neuen Stadtteiles wurde der Heilige Servan. Im 12. Jahrhundert verstärkte sich der Druck auf die Siedlung durch Überfälle der Normannen immer mehr. Die nördlich gelegene Insel, heute „Intra muros“, schien den nötigen Schutz zu bieten. 1142 siedelte auch der Bischof auf die Insel und errichtete dort eine Kathedrale (Saint-Vincent). In den folgenden Jahren begann der Bau einer mächtigen Wehrmauer, die der Stadt, jetzt Saint-Malo genannt, lange Zeit Sicherheit und Unabhängigkeit bot.

Da die Einwohner von Saint-Malo sehr stolz auf ihre Stadt sind, lautet ihr Leitspruch: „Ni Français, ni Breton, Malouin suis“ (weder Franzose, noch Bretone, Einwohner von Saint-Malo bin ich).

Wir sind aber nicht direkt durchgefahren auf dem Weg nach Saint-Malo , sondern haben unterwegs übernachtet und  andere Orte angeschaut. Unter anderen in Trouville übernachtet, und am nächsten Tag in Giverny (Haus und Garten von Claude Monet) angeschauht.  Auf dem Rückweg nach Paris zum Airport, sind wir noch nach Mont-Saint-Michel gefahren und haben es  besichtigt. War sehr interessant. Aber ein Traum wäre Mont-Saint-Michel aus der Luft und Nachts zu sehen.

(Fotos klicken,grösser sehen)

GEO-ABC: R – wie Roslagen

Hier nun das „R“ im Alphabet für Quizzys Projekt. – um endlich aufzuhohlen, denn das Projekt geht ja dem Ende zu. Es sind nicht mehr viele Buchstaben im Alphabet.
R“ wie Roslagen.
Bin also nun beim „R“ wieder in Schweden..Roslagen ist die Bezeichnung für eine Region an der Küste der historischen schwedischen Provinz Uppland. Sie umfasst an der Ostsee gelegene Festlandabschnitte und die vorgelagerten Insel (Schären). Eine eindeutige Definition für die Grenzen der Region gibt es nicht.
 Vaxholm ist ein Teil davon. Die Gemeinde Vaxholm liegt in den Stockholmer
Schären. Sie besteht aus insgesamt 64 Inseln, deren Hauptinsel Vaxön ist.
(das Rathaus)
Die Bezeichnung Roslagen entwickelte sich im 15. Jahrhundert aus dem altschwedischen Begriffen Roden und Skeppslag. Vaxholm ist eine der 134 schwedischen Städte mit dem historischen Status einer Stadt.
 … verschiedene Kaiplätze..

Hauptattraktion ist das Kastell, das zur Bewachung Stockholms von der Seeseite her errichtet wurde. Die erste Befestigungsanlage entstand in der Regierungszeit von Gustav Wasa. Seine heutige Form erhielt das Kastell im 19. Jahrhundert.

Vaxholm ist ein beliebtes Ausflugsziel der Stockholmer, da sich hier die meisten Fährlinien des Stockholmer Schärengebietes kreuzen und es Busverbindungen von Stockholm gibt. Wir machen immer mal einen Ausflug im Sommer dorthin, erstens weil es dort schön ist und wir mit dem Buss fahren können, der uns nichts extra kostet, sondern unsere SL-Monats Karte gilt.