„T“ in die neue Woche 2018/30

♦ Das erste -T- zeig ich in diesen Jahr das Portal des Reichstagsgebäude.
History:
♦ Für den Neubau des Reichstagsgebäudes wählte man 1888 die Insel Helgeandsholmen (Heiligengeist-Insel), direkt nördlich des Stockholmer Stadtschlosses. Auf Helgeandsholmen befand sich damals eine Vielzahl kleinerer, recht herunter-gekommener Bauten, nun sollte hier Ordnung geschaffen werden. Die Vorgabe war ein pompöses, monumentales Gebäude zu schaffen, was auf dem engen Grundstück, umgeben von Wasser, schwierig werden sollte. Der Architekt Aron Johansson bekam den Auftrag, das neue Gebäude zu entwerfen, obwohl er nicht den vorangegangenen Architekturwettbewerb gewonnen hatte. Der Bau sollte auch die Räumlichkeiten für die Schwedische Reichsbank beherbergen. Ein Vorentwurf von 1894 sah eine Kuppel vor, die wurde jedoch nicht verwirklicht. Es wurden 37.000 Kubikmeter Erdreich abgetragen und über 9.000 Eichenpfähle zur Grundverstärkung geschlagen. Am 13. Mai 1897 legte Oscar II. den Grundstein und am 12. Januar 1905, nach knapp achtjähriger Bauzeit, wurde das Reichstagsgebäude eingeweiht, ein Jahr später auch der Reichsbank-Teil.

♦ Umbau 1980–83
Als 1971 der schwedische Zweikammerreichstag vom Einkammerreichstag abgelöst wurde, war es notwendig einen großen Plenarsaal zu schaffen. Während der Jahre 1980 bis 1983 wurde ein umfassender Umbau nach den Entwürfen der Archtiktenfirma Ahlgren, Olsson, Silow Arkitektkontor AB durchgeführt. Das Reichsbankgebäude und das Reichstagsgebäude wurden zusammengelegt, die Reichsbank bekam ein neues Haus am Brunkebergstorg und der westliche Teil des Komplexes wurde aufgestockt und enthält nun den Plenarsaal.

♦ Ausgrabungeen
Bei den Schachtarbeiten für eine Tiefgarage vor dem Reichstag machte man zahlreiche archäologische Funde. Man entdeckte Hausfundamente aus dem 13. Jahrhundert, Reste der Stockholmer Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert, elf Boote verschiedener Epochen, über 1000 menschliche Skelette (hier befand sich auch einmal ein Friedhof), die Reste einer Apotheke aus dem 17. Jahrhundert sowie Münzen, Scherben, Flaschen, gut erhaltene Kleidungsstücke und Kreidepfeifen.
• Um all diese interessanten Funde der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde die ursprünglich geplante Tiefgarage verkleinert und stattdessen das Medeltidsmuseum (Mittelaltermuseum) gebaut. Die große Grube, die bei den Ausgrabungen entstanden war, hatte bald den Namen Rikgropen (die Reichsgrube) erhalten.


mehr interessante Tore/Eingänge/Türen- gibt es bei Nova zu sehen.

10 Kommentare zu „„T“ in die neue Woche 2018/30

  1. Ich sehe bei sowas ja zuerst immer die Jahreszahl, und dann habe ich Bilder vor Augen wie sie solch ein prächtiges Bauwerk mit doch so einfachen Mitteln gebaut haben. Einfach nur fantastisch und wunderschön. Bemerkenswert auch nach der Ausgrabung gleich die Entscheidung für ein Museum zu treffen. Da wird die Kultur dem Fahrzeugnutzen vorgezogen. Wo hört man noch davon. Echt toll und beeindruckend, das Gebäude, deine Info und natürlich auch das T über welches ich mich wieder sehr freue. Danke dir dafür und dass du auch wieder im neuen Jahr sofort mit dabei bist. Finde ich klasse!!!

    Wünsche dir noch einen schönen Wochenstart und sende liebe Grüssle

    N☼va

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    1. @Nova

      Das ist oft so, in diesen Fall waren es keine einfachen Mittel. Schon alleine diese Turkose Tür/Tor ist fantastisch.
      Aber du hast Recht wie du schon sagst, die Entscheidung für ein Musuem für die Dinge der Ausgrabung.
      Oh ja, hier wurde die Kultur absolut vor dem Fahrzeugnutzen vorgezogen. Ist toll finde ich auch.

      Danke, wünsch dir auch einen schönen Wochenstart und sende ganz liebe Grüsse..
      Elke

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