Leben mit Büchern #17

Endlich hab ich in meinen Arkiv diese alte interessante Bibliothek in Dublin  von einer Reise wiedergefunden. Es ist ja schon einige Jahre her, seit ich/wir in Dublin waren. Ich möchte aber unbedingt, Dublin und Irland überhaupt nochmal besuchen.

Der 1732 erbaute 64 Meter lange „Long Room“.

• Die Bibliothek des Trinity College Dublin
(englisch Trinity College Library, Dublin; irisch Leabharlann Choláiste na Tríonóide, Baile Átha Cliath) reicht bis zur Gründung des College im Jahr 1592 zurück, und ist die größte Bibliothek Irlands.

– Heute gibt es in dieser Bibliothek über 6 Millionen gedruckte Bände mit umfangreichen Sammlungen von Zeitschriften, Manuskripten, Karten und Musik, die über 400 Jahre akademischer Entwicklung reflektieren.
• Das berühmteste Werk der Büchersammlung ist das Book of Kells, und das Book of Durrow.  Das berühmteste seiner Manuskripte, das Book of Kells und das Book of Durrow, wurden von Henry Jones, Bischof von Meath und ehemaliger Rektor der Universität, in den 1660er Jahren präsentiert. Zu den weiteren Spezialsammlungen gehören die 1661 erworbene Ussher Collection und die Fagel Collection von 1802. Es wird in gesonderten Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Bibliotheksgebäudes, den „Colonnades“, ausgestellt. Ähnlich wertvoll sind die Books of Durrow, Armagh und Dimma.

• Das bedeutendste der fünf Bibliotheksgebäude ist die zwischen 1712 und 1732 von Thomas Burgh (1670–1730), dem Chefingenieur und Generalinspekteur für Festungsanlagen des britischen Königs, erbaute Alte Bibliothek. Die Bücher wurden im Obergeschoss des Gebäudes über einem offenen Säulengang platziert, um sie vor Feuchtigkeit bei Hochwasser zu schützen. Dort befindet sich noch heute der Hauptsaal, der Long Room, eine 64 Meter lange und 12 Meter breite holzgewölbte Halle. Er besteht aus einem Hauptgeschoss und einer Galerie. Bekrönt wird der Saal von einem imposanten Tonnengewölbe. Vor den Bücherregalen im Hauptgeschoss stehen „Büsten von Männern, die wegen ihrer Gelehrsamkeit hochangesehen sind, um die
Bibliothek zu schmücken“, darunter diejenigen von Homer, Platon, Aristoteles, William Shakespeare, Isaac Newton oder Robert Boyle.

Gebäude der Alten Bibliothek des Trinity College

Kerkis-Farbkleckse – Fotoprojekt „Leben mit Büchern“
jeweils 14 tägig mittwochs.

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• Die Halle hatte zur Erbauungszeit eine flache Gipsdecke. In jeder Regalnische waren Doppelbänke aufgestellt. Auch standen die Gelehrtenbüsten auf Höhe der Galerie, wie es ein Malton-Gemälde zeigt. 1858 musste die Bibliothek wegen Platzmangels vergrößert werden. Das Architektenbüro von Deane und Woodward schlug vor, die flache Decke zu entfernen, das Dachniveau zu erhöhen und eine tonnengewölbte Decke aus Eichenholz einzubauen. So konnte die Galerie mit höheren Bücherregalen ausgestattet werden. Die Büsten wurden dabei an ihren jetzigen Standort versetzt. 1891 mauerte man die Kolonnade im Erdgeschoss zu und ersetzte die offenen Bögen durch Fenster. Zwei Drittel des so gewonnenen Raumes wurden als Bücherlager genutzt. Seitdem ist das Aussehen des Gebäudes und des Long Rooms nahezu unverändert geblieben.

• Neben den 200.000 ältesten Büchern der Bibliothek werden im Long Room auch interessante Gegenstände aus dem Besitz des Trinity College ausgestellt, darunter ein Exemplar der Oster-Proklamation zur Verkündung der Irischen Republik am 24. April 1916 und die kunstvoll geschwungene Keltische Harfe, die der Legende nach Eigentum des sagenumwobenen, 1014 in der Schlacht von Clontarf gefallenen Brian Boru gewesen sein soll, was aber nicht beweisbar ist, denn die Harfe ist nach derzeitigen Erkenntnissen erst rund 500 Jahre nach Borus Tod gebaut worden. Dennoch ist sie mit mindestens 500 Jahren die älteste Harfe in Irland; sie diente als Vorlage sowohl für das irische Staatswappen und das Symbol auf irischen Münzen – früher auf denen des Irischen Pfundes, jetzt auf den irischen Euromünzen – wie auch für das Guinness-Markenzeichen.


30 Kommentare zu „Leben mit Büchern #17

  1. Liebe Elke, was für ein äusserst eindrücklicher Beitrag!! Fantastische Fotos und interessante Information. Ein geniales Foto zeigst du vom gewölbten Holzgang im Long Room. Super! Leider war ich noch nie dort, nur an Irlands Südküste, da hat es andere Sehenswürdigkeiten.
    Liebe Grüsse
    Esther

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    1. @escara

      Danke liebe Esther. Es war ein tolles Erlebniss, dort zu sein.
      Ja, the Long Room ist fantastisch.

      Wo warst du an der Südküste in Irland ? Wenn ich fragen darf.

      Ich war auser in Dublin.
      in Glendalough, die Wicklow Mountains…
      Malahide Castle, und an der anderen Küste in Galway.

      Liebe Grüsse
      Elke

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  2. Wunderschön, liebe Elke. Die Bibliothek des Trinity ist ja allein schon eine Reise wert. Und Dublin samt Irland bekommst du noch dazu 🙂
    Herzlich, do

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  3. Die Fotos sind Dir ja sehr gut gelungen. Meistens darf man gar nicht fotografieren und dann reicht oft das Licht nicht aus. Ich kenne diese Bibliothek nur von meinen Bibliothekskalendern, würde aber so gerne mal dort stehen.
    Hach, das ist sooo schön. Ich liebe es.
    LG Pat

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  4. Das erste Foto hat ja eine phantastische Perspektive … si eine wunderschön beieindruckende Bibliothek möchte ich auch mal besichtigen … bisher begnüge ich mich mit einem Bildschirmschoner aus Fotos alter Bobliotheken 😉

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    1. @steinegarten

      Nicht wahr liebe Steineflora, ich hätte es gerne auch noch ein Stück von unten aufs Foto gehabt..
      Aber es waren so viel Menschen die schauten und rumliefen..
      Ja sie ist wirklich total beieindruckend.
      Hört sich fein an dieser Bildschirmschoner…
      Liebe Grüsse
      Elke

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  5. Faszinierend, liebe Elke,
    da steht man doch atemlos und wortlos und staunt nur noch, gell.
    Wie gerne würde ich die Atmosphäre und den besonderen Duft der diesem Gebäude sicher innewohnt, einatmen, genießen !
    Lieben Gruß
    moni

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    1. @monisertel

      Gell liebe Moni, das ist total faszinierend.
      Das einzige, das man manchmal lange anstehen muss, weil so viele Meschen es besuchen wollen.
      Aber wenn man drinnen ist, ist das anstehen vergessen 🙂
      Ja die Atmosphäre ist einzigartig da hast du völlig Recht.
      Lieben Gruss
      Elke

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