I.M.Pei wird Heute hundert

Wer baute die Pyramide des Louvre?
• Heute wird der Architekt -I.M. Pei- hundert Jahre alt. – Happy Birthday
Ieoh Ming Pei (chinesisch 貝聿銘 / 贝聿铭 * 26. April 1917 in Guangzhou, China) ist ein chinesisch-amerikanischer Architekt, dessen Baustil der Klassischen Moderne verpflichtet ist. Er gilt als einer der bedeutendsten Architekten der Gegenwart. Seine Bauwerke sind auf drei Kontinenten zu finden.


• Zweihundert Jahre nach der Französischen Revolution sollte der Louvre nach den Wünschen des französischen Staatspräsidenten François Mitterrand seiner eigentlichen Bestimmung als „universales Lyzeum“ übergeben werden. Dies sollte ein weiteres seiner „Großen Projekte“ werden, die einen Beitrag zur kulturellen Renaissance Frankreichs liefern sollten. Seine Idee war es, den Palast aus dem 13. Jahrhundert in das größte Museum der Welt umzuwandeln. Dafür sollte ein neuer Eingang mit einer unterirdischen Halle gebaut werden, der bisherige Ministeriumsflügel entkernt sowie Tiefgaragen angelegt werden. Mitterrand erteilte für das Gesamtvorhaben dem berühmten chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei einen Direktauftrag.
• Die Pyramide war anfänglich heftig umstritten und provozierte den Spott der Kritiker, die behaupteten, Mitterrand habe hier die Grabkammer der Sozialisten errichten lassen. Auf Vorwürfe gegen die Form, die mit Grabstätten assoziiert wird, erwiderte Pei.


• Mitterrand eröffnete die Glaspyramide am 29. März 1989. Nach diesem ersten Bauabschnitt folgte ein weiterer Ausbau des Museumskomplexes.
Daten: – Die Pyramide besteht aus 603 rautenförmigen und 70 dreieckigen Glassegmenten. Sie ist 21,65 Meter hoch, 35,42 Meter breit, etwa 51 Grad steil und etwa 180 Tonnen schwer. – Vorbild der Proportionen ist die große Pyramide von Gizeh.weiterlesen

Persönliches: – 1942 heiratete Pei die Chinesin Ai-Ling Loon, die er vier Jahre zuvor in Boston kennengelernt hatte. Sie haben drei Söhne und eine Tochter. Pei spricht nie über persönliche Dinge, ebenso nicht über Politik. Er wird als liebenswürdiger, geistreicher Gesprächspartner geschildert, der auch in kritischen Situationen nie die Ruhe verliert. Seine Sekretärin glaubt, er habe in ihrer Gegenwart in dreißig Jahren nur ein einziges Mal geflucht. Dabei verursachten seine Entwürfe nicht selten anfangs heftige Widerstände, trugen dann aber meist umso mehr zu seinem Ruhm bei. Immer wieder wird seine besondere Energie betont, die ihm große Leistungen auch im hohen Alter ermöglicht. Einer seiner Partner formulierte: „Er ist mit einem anderen Satz Batterien ausgestattet als alle anderen“. Pei selbst sagte über seine Motive: „In mir trage ich den großen Wunsch, etwas hinterlassen zu wollen. Das hat nichts mit Ego zu tun. Ich glaube, man schuldet es der eigenen Existenz, etwas zu hinterlassen, das bleibt.

• 1975 sah er seine chinesische Heimat wieder, vier Jahre darauf bekam er den Auftrag zum Bau eines Hotels in den ehemaligen kaiserlichen Jagdgebieten bei Peking.
Pei, der schon 1983 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, kam 1917 in Kanton zur Welt. Mit achtzehn Jahren ging er nach Amerika, um unter anderem in Harvard Architektur zu studieren. Seine Lehrer dort waren Walter Gropius und Marcel Breuer. Peis Charme, Taktgefühl und Geduld sind legendär. Nach dem Tod von John F. Kennedy durfte Pei 1964 die Gedenkbibliothek des Präsidenten bei Boston bauen. Aber vor allem die Erweiterung der National Gallery of Art war Peis Gesellenstück. Mit dem „East Building“ bewies er eindrücklich seine Begabung für die Verbindung von Altbauten mit moderner Baukunst – was er später auch in Paris und Berlin ausführte.

6 Kommentare zu „I.M.Pei wird Heute hundert

  1. Danke, liebe Elke,
    für diesen hochinteressanten Beitrag über den Architekten. Das Gebäude selbst ist unbedingt sehenswert. Ich finde, auf Bildern kommt der Gesamteindruck nicht richtig rüber, was bestimmt an Form und Material liegt. Der Kontrast zur Umgebung wird so verstärkt, dass kein Raum mehr bleibt für eigene Interpretation. Architektur vom Feinsten für mich.
    Lieben Gruß
    moni

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    1. @monisertel

      Gerne liebe Moni..
      Da er seinen 100ten Geburtstag hatte, fiel mir ein davon zu schreiben.
      Du hast völlig Recht, der Gesamteindruck kommt nicht richtig rüber bei solchen Bauten…
      Bin mal wieder ganz deiner Meinung♥
      Lieben Gruss
      Elke
      (heute Vormittag hat meine Verbindung zum Netz gesponnen, bin das ja garnicht gewohnt)

      Gefällt 1 Person

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