Ich sehe rot! – 13/2016

IMG_2690– für Jutta’s Projekt „Ich sehe rot!“ – zeige ich heute ein Gerät für die manuelle Ernte von Beeren im Wald.
1 Beerenkamm in Plastik 
sah ich neulich in einen Warenhaus. Früher waren sie aus Holz oder Metall.
2 – Rückseite des Kammes und Preiselbeeren.


○ Es scheint ein schlechtes Preiselbeerjahr (lingonår) an vielen Orten 2016 in Schweden zu werden. Im nördlichen Norrland (Schwedens) wird nur die Hälfte des normalen Zugangs sein, und es ist nicht viel besser in Svealand, laut der Prognose der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU).

Ich habe fast immer solch einen 1,5 Kg Pott mit -Lingonsylt- im Kühlschrank stehen – in Schweden isst man den zu allen möglichen 🙂
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History:
○ In früherer Zeit war für Menschen ohne Grundbesitz und eigene Obstbäume die Blaubeere (das gilt auch für Preiselbeeren) eine wichtiges Nahrungsmittel und Vitaminquelle. In manchen Familien wurde auch für den Marktverkauf gepflückt; zur Zeit der Beerenreife fuhren Aufkäufer umher und nahmen den Häuslern die Beeren für Konservenfabriken und den Großmarkt ab. – Für gute Erträge musste mit einem Beerenrechen gearbeitet werden. Die Zähne des Kammes streiften die Beeren ab, die sich dann in dem Holzkästchen sammelten. Da mit dem Kamm nicht nur Beeren, sondern auch Totholz und Blätter mit gesammelt wurden, musste zu Hause nachverlesen werden. Diese Arbeit konnte auch im Sitzen verrichten werden.
Mythologie:
In der Kalevala wird die Jungfrau Marjatta durch das Essen einer Preiselbeere schwanger und gebiert daraufhin einen Sohn, der von Geburt an weise ist und sogar noch mächtiger als der große Väinämöinen. (Väinämöinen ist ein Held aus der finnischen Mythologie und die Hauptfigur im finnischen Nationalepos Kalevala)

(Fotos klicken, grösser sehen)


002 Logo klein128Alle zwei Wochen Dienstags ist rot angesagt. Gefragt sind Fotos von roten Gegenständen aller Art…
Der Termin für die nächste Runde ist der 30. August..

30 Kommentare zu „Ich sehe rot! – 13/2016

  1. ein interessanter Blog mit vielen “ roten“ Themen. die Beerengabel erinnert mich an meine Jugendzeit als wir noch Prießelbeeren hier bei uns in S-H
    sammelten, das war eine mühsame Arbeit

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  2. Ein tolles ROTES Ding. Habe ich noch nie gesehen, ist aber wohl sehr praktisch, geht auch schneller als wenn man per Hand alles einzeln abzupfen muss.
    Eine schöne Geschichte mit der Preiselbeere und dem weisen Sohn 🙂

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    1. @Ilanah

      In Deutschland war er ja zeitweise verboten..
      Aber hier im Wald ist der Waldboden anders..da wäre das Handzupfen nicht angebracht..bzw keine Alternative..

      Gell die Geschichte dieser finnischen Mytologie gefiel mir auch..ich kannte sie auch nicht zuvor 🙂

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    1. @Margarethe

      Hier werden sie (diese Beerenkämme) immer gebraucht liebe Margarethe, ob aus Plastik oder Holz/Metall…
      Denn per Hand wird nicht gesammelt..Das wäre dann nur für den Hausgebrauch..oder direkt einige in den Mund stecken 🙂
      LG, Elke

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  3. Solch einen „Kamm“ habe ich bisher noch nicht gesehen! Die Preiselbeeren in meinem Garten sind in diesem Jahr auch nur spärlich vorhanden. Es liegt sicherlich am Wetter! Ich liebe übrigens Preiselbeeren!

    Liebe Grüße 🙂

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    1. @Lucie

      Oh du hast Preiselbeeren im Garten..
      Da braucht man sicher keinen „Kamm“..da halten sich die Mengen im Garten in Grenzen vermute ich 🙂
      Schmecken nicht wahr liebe Lucie, ich esse sie auch gerne zu allen möglichen..

      Liebe Grüsse 🙂

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  4. Servus Elke,
    das ist ja Ding, ein „Beerenkamm“ ganz aus Kunststoff – ich besitze noch so ein „Gerät“ von meiner Großmutter! Aus Holz und Draht. Der ist beinahe 100 Jahre alt!
    Interessant, dass es sowas wieder gibt, es hat Zeiten gegeben , da war das sammeln von Beeren mit dem Kamm bei uns untersagt.
    Wenn du selber sammelst, dann gute Ernte!!!
    Schönen Gruß,
    Luis

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    1. @Dies und Das

      Servus Luis…
      Ja ich war auch ein wenig erstaunt, denn in Holz und/oder Metall kenne ich sie eher..
      Wow du hast noch solch ein schönes altes Stück…wie schön..

      Hier waren „Beerenkämme“ nie verboten..Auch jetzt nicht..
      Klar die Natur in Deutschland und hier in Schweden unterscheidet sich schon ziemlich in manchen Gebieten..

      Nein nunmher gehe ich nicht sammeln – aber danke dennoch 🙂

      Liebe Grüsse und eine gute Woche..
      Elke

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  5. Liebe Elke,
    und schon wieder habe ich was dazu gelernt, denn ich hatte von Beerenkämmen noch nie etwas gehört.
    Bei den vielen, kleinen roten Früchtchen kann ich mir allerdings den Einsatz eines solchen Teils gut vorstellen.
    Auch die Marien-Geschichte kannte ich noch nicht, Danke fürs Erzählen.
    Schönen Tag,
    moni

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    1. @monisertel

      Wie schön liebe Moni..ich freu mich..
      Ich vermute es liegt daran in welcher Gegend geerntet wird, wie du weisst wachsen diese Beeren nicht überall..Der Waldboden muss besonders dafür sein..
      Es gibt ja auch gezüchtete Blaubeeren und die schmecken bei weiten nicht so wie die aus der Natur..

      Es ist eine finnische Mythologie, ich kannt sie zuvor auch nicht…fand das aber interessant..

      Danke, dir auch einen feine Tag und
      Liebe Grüsse, Elke

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  6. Ja die Beerenkämme, es sieht fürchterlich aus in der Natur dort wo gekämmt wurde.
    Bei uns in der Schweiz sind solche Geräte verboten.
    Heidelbeeren oder Heubeeren (so heissen sie bei uns) zu pflücken braucht Geduld, dafür schmecken die echten unwiderstehlich gut.
    L G Pia

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    1. @Pia

      Liebe Pia…wahrscheinlich ist die Natur verschieden..hier schaut es nicht so fürchterlich aus nach der Ernte
      und Beerenkämme sind hier in Skandinavien nicht verboten…Ja genau Heidelbeeren heissen auch Blaubeeren..
      Aber Preiselbeeren sind die roten und wachsen und schmecken ganz anders..

      Oh ja da braucht man Geduld 🙂
      LG Elke

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  7. Was für eine prima Erfindung, so geht das Pflücken sicher richtig schnell und mit der roten Farbe kann man es auch gut wiederfinden, falls man es mal im Wald vergisst.

    Liebe Grüße
    Arti

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  8. Ganz toll, liebe Elke. Ich habe natürlich schon etwas von einem Beerenkamm gehört, aber noch nie einen gesehen. Mühselig bleibt es aber trotzdem, Blaubeeren oder Preiselbeeren zu ernten. Früher war ich desöfteren mit unseren damaligen Nachbarn unterwegs und habe Blaubeeren gesammelt. Die waren so lecker. Heute gibt es bei uns ja kaum noch richtige Blaubeeren. Die ganzen Zuchtbeeren schmecken nach allem nur nicht nach Blaubeeren.
    Preiselbeeren habe ich erst viel später kennengelernt.

    Ich danke Dir ganz herzlich für Deinen schönen Beitrag und dass Du wieder mit dabei bist.

    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. @Jutta

      Danke liebe Jutta…ich freu mich sehr das dir der Beitrag gefällt..
      Oh ja da hast du Recht, mühselig ist es allemal..Knie und Rücken mögen das nicht..
      Ich könnte und wollte es heute absolut nicht mehr tun…

      Hier giebt es zum Glück noch „echte“ einheimische vom Ursprung, die schmecken dann so wie sie schmecken sollen..
      In der Geschäften gibt es beides, einheimische und die Zuchtbeeren aus allen möglichen Ländern (und die schmecken dann so wie du beschreibst).

      Ich nehme immer sehr gerne bei deinen Projekt teil…

      Liebe Grüsse
      Elke

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  9. Hallo Elke,
    ein tolles rotes Motiv hast Du da! Ich kenne den Beerenkamm aus Holz, viele Sommer streifte ich damit durch die finnischen Wälder um Blaubeeren zu ernten.
    Viele Grüße aus Deutschland nach Schweden von einer (halb)-Finnin
    Kirsi

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    1. @Kirsi Gembus

      Hallo liebe Kiris herzlich Willkommen hier…
      Und danke…ich freu mich das dir das Motiv gefällt…
      Ja ich kenne auch den Beerenkamm aus Holz, ich hab vor vielen vielen Jahren in NordSchweden gewohnt.
      Da hab ich auch schon ab und an dort Blaubeeren oder Preiselbeeren gesucht…

      Ganz liebe Grüsse aus Schweden nach Deutschland
      Elke

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