Teilräumung des „Dschungels“

KartCal ○ Räumungsbefehl aufgeschoben: Gnadenfrist für den „Dschungel“ von Calais
Ein französisches Gericht hat die Räumung des Flüchtlingslagers von Calais vorerst gestoppt. Die Behörden behaupten, es gehe um 1000 Bewohner – doch die Helfer schätzen, dass mehr als 3000 Menschen vertrieben werden sollen.

Eigentlich hatten die Behörden Teile des Camps schon ab Dienstagabend zerstören wollen. An die Bewohner hatte es zuvor ein Ultimatum der Präfektur gegeben. Die Flüchtlinge sollten ihre Behausungen bis 20 Uhr räumen. Doch ein Verwaltungsgericht in Lille entschied wenige Stunden vor Ablauf dieser Frist, dass die Menschen noch einen Aufschub bekommen. Zuvor hatte sich Richterin Valérie Quemener in dem Lager umgesehen. Das Gericht setzte nach ihrem Besuch die Räumung zunächst aus, allerdings zunächst für maximal 48 Stunden. Dann soll es eine endgültige Entscheidung geben.

○ Flüchtlingslager: Gericht billigt Teilräumung des „Dschungels“ von Calais
Der südliche Teil des Flüchtlingslagers von Calais darf von Behörden geräumt werden. Das hat ein Gericht in Lille entschieden. Zwischen 1000 und 3500 Menschen leben in dem betroffenen Teil des sogenannten „Dschungels“.
Die französische Justiz hat die geplante Räumung eines Teils des Flüchtlingslagers in Calais gebilligt. Das Verwaltungsgericht der nordfranzösischen Stadt Lille erklärte ein entsprechendes Dekret der zuständigen Präfektur für rechtmäßig. Das meldeten mehrere Nachrichtenagenturen.

Damit können die Behörden wie geplant den südlichen Teil des als „Dschungel“ von Calais bekannten Lagers am Ärmelkanal räumen. In diesem Abschnitt leben nach Angaben der Behörden bis zu 1000 Flüchtlinge in selbstgebauten Hütten oder Zelten. Hilfsorganisationen sprechen dagegen von rund 3500 Flüchtlingen Menschen.
Die Präfektur des Départements Pas-de-Calais hatte den Flüchtlingen bis Dienstagabend Zeit gegeben, den südlichen Abschnitt zu räumen. Flüchtlinge und Hilfsorganisationen versuchten, die Räumung per einstweiliger Verfügung zu verhindern, und zogen vor das Verwaltungsgericht von Lille. Das Ultimatum der Behörden wurde damit bis zur Entscheidung des Gerichts unwirksam. Nun aber gab das Verwaltungsgericht der Präfektur recht.


Quelle:/AFP – Donnerstag, 25.02.2016 – 17:02 Uhr

2 Kommentare zu „Teilräumung des „Dschungels“

    1. @minibares

      Diese Menschen -es sind meist junge Männer aus Ländern in Afrika, die sich weigern sich in Frankreich zu registrieren und asyl ansuchen, weil sie um jeden Preis nach England wollen. Sie sind schon Jahre in diesen Camp. Die Stadt Calais und der EURO-tunnel haben grosse Probleme, er liegt ja direkt daneben.
      Und nun dieser Beschluss, hat zu Unstimmgkeiten zwischen Frankreich und Belgien geführt weil Belgien befürchtet das ein „neues Calais“ entlang der Kuste entsteht. Deshalb hat Belgien temporärt ihre Grenzbwachung eingeführt.

      Zwischen 250 und 290 Polizisten patrouillieren nun die Französisch-belgische Grenze permanent und stoppen Autos und Lastwagen auf der Suche nach Menschen ohne Papiere.

      Gute Frage..wo sollen sie hin…denn sie wollen NUR nach England nirgendwo anders hin.

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