Gedenken in Weimar

An diesem Wochenende finden Gedenkfeiern anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald bei Weimar statt. An den Gedenkfeiern werden etwa 80 Überlebende des Konzentrationslagers teilnehmen. Eine Woche später wird der Befreiung der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück gedacht.

Am 11. April 1945 trafen die West-Alliierten erstmals auf deutschem Boden auf ein intaktes und nur teilweise geräumtes Lager der Nationalsozialisten. Am 15. April erreichten sie dann Bergen-Belsen im heutigen Niedersachsen. In der letzten Aprilwoche rückten sie nach Flossenbürg und nach Dachau bei München vor, während die Rote Armee bei Fürstenberg an der Havel das Frauenlager Ravensbrück befreite. Prägend für die weltweite Wahrnehmung der NS-Verbrechen kurz vor Kriegsende wurden aber vor allem Bilder aus Buchenwald.

Legende der Selbstbefreiung als Gründungsmythos der DDR
Korrigiert ist mittlerweile die Legende von der Selbstbefreiung des Lagers. Sie hatte in der DDR das Bild von dem KZ maßgeblich geprägt: Das Ende von Buchenwald galt im offiziellen Geschichtsbild als Werk des kommunistischen Lagerwiderstands, der die SS überwältigte. Die SED leitete daraus den Gründungsmythos der DDR und ihre Legitimation im Sinne des revolutionären Erbes ab.

Tatsächlich aber war das Lager zum Zeitpunkt seiner Befreiung führungslos. Die SS flüchtete, als die seit Wochen von Westen her anrückende 6. Panzerdivision der 3. US-Armee das Lager erreichte. Erst während der damit verbundenen Kämpfe besetzten Häftlinge der Widerstandsgruppe die Wachtürme und übernahmen die Lagerverwaltung.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Auschwitz steht als Synonym für den systematischen Mord an den Juden Europas. 2005 wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.


Ich werde den Besuch in Buchenwald (1955) mit meiner Schul-Klasse NIE vergessen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Lagers ließ die Regierung der DDR 1958 die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald eröffnen. Ab 1991 wurde die Gedenkstätte Buchenwald neugestaltet.
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Von 1945 bis 1950 gab es das Speziallager Nr.2 Buchenwald (das sowjetisches Speziallager auf dem Gelände des ehemaligen KZ Buchenwald).