Lindeska huset – (Tür Nr 16)

Donnerstag Kalle’s Idee der Türendonnerstag, meine Tür Nr 16 ist schon wieder eine in der Stockholmer Altstadt 🙂


Das –von der Linde Haus– (auch von der Linde Palaz Scharenbergska Haus) ist ein Gebäude im Quartier TyphonVästerlånggatan 68 und Kornhamnstorg 51 in Stockholm. Das Gebäude wurde im Jahre 1633 von Erik Larsson gebaut. Er war der Bundesschatzmeister von Gustavus Adolphus, und wurde später unter dem Namen von der Linde geadelt. Er starb bereits 1636, und seine Erben verkauften das Haus an –Gabriel Gustafsson Oxenstierna-, der Kaufvertrag wurde 30. September 1637 unterzeichnet. 1646 wurde das Haus an –Königin Christina– verkauft, die es im Jahr 1648 ihrem oäkte (unehelich geborenen) Halbbruder – Gustaf Gustafsson af Vasaborg– schenkte. Derzeitige Besitzer sind Murmästareämbetet.

Das Gebäude hat eine Fassade im niederländischen Renaissance-Stil. Portal Västerlånggatan mit den Leitern der beiden Götter, Merkur und Neptun geschmückt. An der Wand hängen zwei Kartuschen mit Texten in Deutsch, in der Übersetzung: Alles hängt von der Gnade Gottes (An Gottes Segen ist alles gelegen) –  Legen Sie Ihre Hoffnung auf Gott alleine (Auf Gott allein In Setze sterben Hoffnung Dein)
Teilweise mittelalterlichen Kern, die Fassade wurde 1600, 1763 und 1908 wieder umgebaut.
Der Französisch Philosoph Rene Descartes wurde nach Vermutung, auf Pneumonie in diesen Haus vor seinem Tod 1650 behandelt.

Murmästareämbetet (gibt es seit 525 Jahren) (jetztige Besitzer): das fand ich auch ziemlich interessant.

Murmästareämbetet gehörte zu den ältesten gegründeten Zünften in Stockholm und erhielt ein Gilde System bereits im Jahre 1487 durch den Bürgermeister und den Rat in Stockholm. Ein mittelalterlicher Maurermeister war gleichzeitig Architekt des Gebäudes im modernen Sinne, ein Handwerker, konnte mauern. Während 1600 – und 1700 wurden die Maurermeister oft Architekten untergeordnet.
Im Jahre 1601 erhielt das Zunftwesen eine Ergänzung, dass nicht mehr als 12 Maurermeister, davon 8 deutsche und acht Schwedisch geben durfte, wurde in Stockholm festgesetzt. Seit dem Mittelalter wanderten viele Mauermeister aus Deutschland nach Schweden aus. Eine neue, modernisierte Verordnung wurde 1696 basierend auf 1669 Jahre der staatlichen Regulierung etabliert. Unter diesem war ein Meister für acht Auszubildende.
Die Ausbildung dauerte etwa fünf Jahre, danach wurde man Geselle und nach noch 6-8 Jahre im Beruf, konnten Sie den Bürgermeister und Gemeinderat bitten, den Meister Brief zu erhalten.

20 Kommentare zu „Lindeska huset – (Tür Nr 16)

    1. @Ruthie
      Danke..in der Altstadt gibt es wirklich viele.
      Immer gerne..es macht echt Freude welche zu finden 🙂
      Manche kannte ich zuvor auch nicht. Man läuft ja oft an Dingen unbewusst vorbei ohne sie genauer anzuschaun.

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  1. Liebe Elke,

    deine heutige Tür gefällt mir ganz besonders. Liegt es am Licht, dem warmen Holz, den Sternen oder dem Oberlicht, das eine wohlige Wärme ausstrahlt…? Auf jeden Fall zieht mich diese Tür magisch an. Dazu das aufwendige Portal drumherum und die herrlichen Stuckarbeiten zu den Backsteinen.

    Deine Infos zu den Zünften sind auch sehr ineressant und geben einen guten Einblick in die Geschichte. Stockholm ist eine Fundgrube für Türen; ich glaube du könntest noch ein Jahr länger jede Woche eine Tür von dort zeigen 😉

    Schönes Wochenende kalle

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    1. @Kalle
      Es könnte am Licht liegen..das macht die Tür irgendwie wärmer, weicher..
      Ich selbst fand diese Info über die Maurer Zunft interessant, oft weiss ich es nicht, somit lerne
      ich auch dazu..
      Nö für noch ein ganzes Jahr wirds nicht reichen 😉

      Danke dir/euch auch ein schönes Wochenende, Liebe Grüsse Elke

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  2. Was für eine wunderschöne Tür,liebste Elke.
    Wer zu ihr schon alles hinein und herausgegangen ist, alle Achtung.
    Dieses zauberhaft verspielte Oberlicht hat es mir angetan.
    Und die Sterne auf der Holztür, einfach aber wirkungsvoll.
    So ein altes Haus, noch so gut erhalten. Großartig.
    Die Stuckarbeiten sind große Klasse, da fehlen unten aber die Figuren. Vielleicht zu sehr beschädigt?…
    Ach, die Stuckarbeiten sind ja über jedem Fenster, wow!
    Eine super Tür hast du wieder gefunden, liebste Elke ♥
    deine Bärbel

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    1. @minibares
      Danke liebste Bärbel..
      nicht wahr liebste Bärbel sie ist schon impossant..besonders weil sie noch so gut erhalten ist bei dem alter..Das Licht fand ich auch so schön..
      ich habe bemerkt das es viele Türen gibt seit wir das Thema haben..

      Liebste Grüsse♥ und ein gutes angenehmes Wochenende, deine Elke

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      1. Ja genau, das Licht ist so genial bei der Aufnahme der Tür, sie leuchtet richtig, die Sterne kommen dadurch voll zur Geltung, haben fast ein Eigenleben 😉

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  3. Das ist eine ganz besonders schöne Tür, die Sterne und das durchscheinende Licht, erinnern schon fast an Weihnachten. Auch der Türstock, mit seinen Skulpturen und Sprüchen ist ganz wundervoll!
    Lieben Dank für die Infos dazu!
    Liebe Grüße
    Ute

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  4. Liebe Elke,
    in Schweden gibt es offenbar wirklich viele alte Gebäude, allesamt super gepflegt und restauriert, da findest Du sicher noch einige so wunderbare Exemplare die die jetzt gezeigte Tür.
    Liebe Grüße
    moni

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