GEO-ABC: W – wie Waldemarsudde

Hier nun das „W“ im Alphabet für Quizzys Projekt.

W“ wie Waldemarsudde in Stockholm.
Waldemarsudde oder Prinz Eugens Waldemarsudde (udde schwedisch für Kap/Landzunge) ist der südlichste Teil der Stockholmer Halbinsel Djurgården (schwed. für Tiergarten) mit der gleichnamigen Villa Prinz Eugens darauf. Das Gebäude ist heute ein staatliches Kunst- und Freilichtmuseum mit Erholungspark Frisens Park.


Die Wohnung Prinz Eugens sowie seine Kunstsammlung und auch von ihm gefertigte Gemälde können besichtigt werden. Im Garten und auf der Terrasse stehen mehrere Statuen, die von bedeutenden schwedischen Bildhauern (Per Hasselberg, Bror Hjort, Ivar Johansson u. a.) gefertigt wurden.(viel der Skulpturen sind auf diesen Fotos nicht sichtbar)


In der Nähe des Ufers hinter einem Haus aus dem 18. Jahrhundert, das als Gula huset (Gelbes Haus) bekannt wurde und heute den Namen Gamla huset (Altes Haus) trägt, befindet sich das Grab des Prinzen.


In der Nähe standen seit den 1780er Jahren zwei Windmühlen holländischer Bauart mit Steert, die fünfstöckige Leinölmühle (schwed. oljekvarn, linoljakvarn) mit achtseitiger Kappe, die, 1784 von Johan Diderick Lundholm errichtet, bis 1830 Leinöl produzierte und heute noch besteht (ohne Flügelkreuz), dazu die Windsägemühle (schw. vädersågskvarn), die 1840 mit allen Nebengebäuden abbrannte. Die Ölmühle war ein bevorzugtes Motiv des Prinzen, die er zu ihrem Erhalt Anfang des 20. Jahrhunderts restaurieren ließ.

KBKM – # 13

Das man nicht in ein Museum gehen muss, um sich an Kunstwerken erfreuen zu können, wird mit dem Projekt von Elke (Mainzauber) KBKM -„Kunst braucht kein Museum“ gezeigt.
meinen Beitrag # 13, habe ich auch in Västerås beim Ausflug gefunden.

Die Statue (Skulptur) : Johannes Rudbeckius (d.Ä.), auch Johan Rudbeck (* 3. April 1581 in Ormesta (heute ein Teil von Örebro); † 8. August 1646 in Västerås), war ein lutherischer Theologe und der bedeutendste Bischof der Großmachtzeit in Schweden.

Im Jahr 1892 begann man über eine Statue zu Ehren von Bischof Rudbeck zu sprechen. Der Rat der Geistlichen bildete ein Komitee, das die nötigen Mittel dafür einsammeln sollte. Das Resultat war mager. 1906 bildetet man ein neues, „stärkeres“ Komitee, in dem sowohl der Landeshauptmann wie auch der Bischof saßen. Das Resultat wurde nicht besser. 1912 sprach man über eine Büste statt einer Statue, aber man verwarf den Gedanken wieder. 1922 beschloß man schließlich, an die breite Öffentlichkeit zu treten und dort das Geld zu erbetteln. Jetzt bekam man genügend zusammen, um die Statue am 14 Juni 1923 einweihen zu können, gerade rechtzeitig zum 300jährigen Jubiläum des Rudbeckianischen Gymnasiums.
Heute steht Rudbeck vor „seinem“ Dom, wo er 1619 – 1646 Bischof war und schräg vor dem ersten Gymnasium des Landes, das seinen Namen trägt, weil er es 1623 gegründet hat.
Der Künstler ist der bekannte Carl Milles.

Rudbeckius‘ Vater Johan Pedersson Rudbeck (1550–1603) stammte aus Holstein und war Stadtschreiber in Örebro, wo Rudbeck die Lateinschule besuchte. Nach weiterer Ausbildung in Strängnäs und Uppsala ging er 1601 zum Studium der Evangelischen Theologie nach Wittenberg, wo er 1603 zum Magister promoviert wurde. 1604 wurde er Professor für Mathematik in Uppsala. Nach einer weiteren Deutschlandreise wurde er 1610 Professor für Hebräisch und 1611 für Theologie. 1613 war Rudbeckius Rektor der Universität. Nach einem heftigen Streit mit seinem Kollegen Johannes Messenius berief König Gustav II. Adolf ihn 1613 zum Hofprediger. Dort war er vor allem mit der Revision der 1541 erstmals gedruckten Bibelübersetzung beschäftigt, die 1618 erschien. 1617 wurde Rudbeckius Doktor der Theologie und trat 1619 seinen Dienst als Bischof der lutherischen schwedischen Kirche in Västerås an.

Hier wirkte er besonders als Reformer des Bildungswesens. Das 1623 von ihm gegründete Gymnasium galt als Musterschule für Schweden. 1632 wurde ihm die erste Mädchenschule Schwedens an die Seite gestellt. Bedeutsam ist auch die flächendeckende Einführung der Kirchenbuchführung („Folkbokföring“) in den Gemeinden des Bistums sowie die Einführung verpflichtender Katechisationsbesuche („husförhör“).  Nach dem Tod Gustav Adolfs 1632 geriet Rudbeckius in heftige Konflikte mit Axel Oxenstierna, der die Regentschaft führte und einige Privilegien der Kirche abbauen wollte. In zahlreichen Veröffentlichungen und Eingaben beim Reichstag trat Rudbeckius erfolgreich für die Selbständigkeit der Kirche sowie für ein Festhalten am orthodoxen Luthertum ein.

(Bilder klicken grösser sehen)

GEO-ABC: V – wie Västerås

Hier nun endlich das „V“ im Alphabet für Quizzys Projekt.

V“ wie Västerås und diesmal auch in Schweden. Bin vorige Woche extra hingefahren in diese V- Stadt 🙂 Und habe ja viel interessantes gefunden.
Västerås [å=o] ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Västmanlands län und der historischen Provinz Västmanland.Västerås liegt an einer Bucht des Mälaren, ungefähr 100 km westlich von Stockholm.
Das ABB Gebäude: Västerås ist als Industriestadt der Entstehungsort und ursprüngliche Standort des Unternehmens ASEA, das in den 1980er Jahren mit Brown, Boveri & Cie. fusionierte und seither ABB heißt.

Geschichte:
Bereits zur Wikingerzeit wurde ein Handelsplatz namens Aros gegründet. Im Jahr 1120 wurde Västerås Bischofssitz. Mehrere Reichstage wurden in Västerås abgehalten, von denen die von 1527 und 1544 die wichtigsten sind. 1527 beendete Gustav I. Wasa die Macht der Hierarchie und führte die evangelische Lehre in Schweden ein, 1544 machte er die Krone in seiner Familie erblich. Am 29. April 1521 siegten die Dalekarlier unter Gustav I. Wasa über Dänemark. Im Jahr 1885 hatte Västerås 6659 Einwohner. 1990 feierte Västerås sein tausendjähriges Bestehen.
Das Schloss der Stadt ist heute Sitz der Regionalregierung. (ich war nicht drin, habs mir nur von ausen angeschaut)

Der Dom zu Västerås ist die Kathedrale Västerås in Schweden.(die ist riessen gross, konnte sie aber nicht so in voller grösse fotografieren) Die Domkirche wurde im Mittelalter der heiligen Jungfrau Maria und Johannes dem Täufer geweiht. Die Kirche ist auch als Domkyrkan Vårfru und Sankta Maria och Sankt Johannes domkyrka bezeichnet. Dom zu Västerås, in dem König Erik XIV. begraben liegt. Als man in den 1970ern den Sarg des Königs öffnete, fand man seine Beine abgesägt neben dem Torso liegen. Wissenschaftler begründen das damit, dass der edle Steinsarg zu kurz geraten und ein Umbau unmöglich war.

Im autofreien Zentrum ist der alte Stadtkern Kyrkbacken, der im Kontrast zum modernen Stadthaus mit seinem Turm steht. Västerås Rathaus (Statshus) liegt östlich und nah am Svartån in Västerås Zentrum und der Rathausturm ist 65 meter hoch.
Wärend der Jahre 1954-1958 zog ein grosser Teil der Kommunalen Administration in neue Lokale, aber gleichzeitig wurde das Gebäude weiter gebaut und Anfang 1958 stand der viereckige borggården und der 65 meter hohe Turm fertig. Im Turm wurde ein Klockenspiel gebaut, das aus 47 Klocken besteht und heute Schweden grösstes Klockenspiel ist.

Turbinhuset in Västerås ist eine Anlage für Produktion von Elektrizität. Das Haus steht zwischen Västerås Stadshus und Västerås slott (Schloss), und man sagt das die Anlage eine der Ursachen gewesen wäre das ASEA nach Västerås gezogen ist.
 
Am 2 März 1884 wurde El für die Beleuchtung in der Västerås domkyrka (Domkirche) gezogen. Und um dieses grosse Ereigniss sehen zu dürfen, war man gezwungen einen Eintritt zu bezahlen in Höhe von 50 öre für Aristokraten und 10 öre für Arbeiter/Bauern und Kinder.