Freitag 29.1.2011 – 125 Jahre Automobil

Meilensteine der Autoentwicklung
Ich habe zwar kein Auto, fand es aber dennoch interessant.

Der Patentmotorwagen von Benz hatte weder vier Räder zum Fahren noch ein Lenkrad. Das Auto feiert 125. Geburtstag. Doch ein Auto ist mehr als vier Räder, Lenkrad und Bremsen. Und selbst das gab es nicht von Anfang an.
In Stuttgart ist unstrittig, wer das Automobil selbst erfunden hat: Natürlich ist das Auto 1886 geboren worden: Carl Benz erhielt am 29. Januar das Patent auf sein berühmtes Dreirad, daimler folgte im Oktober mit einem Rad mehr. Wozu sollte man sonst auch mit viel Brimborium 125 Jahre Automobil feiern?

Dass es schon viel früher Pioniere des pferdelosen Fahrens gab, wird geflissentlich übersehen. 1769 zum Beispiel poltert der Franzose Nicholas Cugnot mit einem Dampfwagen übers Pflaster. Das plumpe Ungetüm kracht allerdings bei einer Vorführung in eine Mauer, was der technischen Ruhmestat doch etwas den Glanz und dem Dampfkoloss jegliche Chance auf die Serienproduktion raubt.

Seit dieser Zeit wurden das Automobil Schritt für Schritt weiterentwickelt. Es wurde immer schneller, komfortabler und sicherer – und brachte beeindruckende Innovationen hervor. Eine Auswahl.
Durchbruch dank Otto
Im Jahr 1860 wurde aus Dampf erstmals Rauch, denn der Franzose Etienne Lenoir ließ sich ein durch einen Explosionsmotor angetriebenes Automobil patentieren. Allerdings hatte diese Erfindung keinen praktischen Erfolg. Dies galt auch für die späteren Entwicklungen des Österreichers Siegfried Markus und das 1874 von George B. Seldon vorgestellte Fahrzeug mit Gasantrieb. Der entscheidende Durchbruch beim Antrieb gelang erst 1876 Nicolaus August Otto mit der Realisierung des Viertakt-Prinzips. Seine „atmosphärischen“ Gasmotoren arbeiteten mit der Verdichtung des Brennstoffgemisches und der Zündung im oberen Totpunkt. Eine Motorenleistung von 3 PS bedeutete aber vorläufig noch eine Bauhöhe von vier Metern.

Seine Geburt verdankt das moderne Patent-Automobil der Genialität gleich mehrerer Männer. Nikolaus Otto und Wilhelm Maybach entwickelten zunächst geeignete Benzinmotoren, Carl-Benz und Gottlieb Daimler 1886 die ersten Motorfahrzeuge. Laufen lernen musste das junge Automobil aber mit Frauen am Steuer.

Begleitet von ihren Söhnen Eugen und Richard begab sich die selbstbewusste Frau angeblich ohne ihren Mann auch nur zu fragen auf die 80 Kilometer lange Reise von Mannheim nach Pforzheim – und retour. Damals eine abenteuerliche Fernfahrt, bei der Benzin nur in Apotheken erhältlich war, Kühlwasser alle 20 Kilometer nachgefüllt werden musste und ein Dorfschmied Pannenhilfe für das gefährliche wirkende Gefährt gewährte.

10 Kommentare zu „Freitag 29.1.2011 – 125 Jahre Automobil

  1. ich kann mir das Auto gar nciht mehr wegdenken. als ich neu nach Israel kam, da hatten wir nur eines und das fuhr mein Mann. Der musste ja jeden Tag auf die Uni, und da war die Verbindung von uns aus schlecht. In die Stadt kam ich auch mit dem Bus. Erst die letzten Jahre haben wir uns den Luxus von 2 Autos geleistet. Heut kann ich es mir nicht mehr wegdenken. Ich bringe Enkel zum Kindergarten, hole welche ab und fahre zur Schule, und sonst alles, was ich brauche. Das ist sehr angenehm. Nur in die Stadt fahre ich weiterhin mit dem Bus. Dort gibt es fast keine Parkmoeglichkeiten.
    ich fand es sehr lesenswert, speziell da ich noch ein Bild vom ersten Auto meines Vaters habe

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    1. @Vivi
      Das kann ich gut verstehen.
      Ich hab zwar selbst kein Auto. Aber ich komme recht gut klar damit.
      Habe ja keine Enkel usw..und da ist der Bedarf nicht so gross.

      Schön das du es lesneswert fandest. Liebe Grüsse..

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  2. Ich bin sehr dankbar, daß ich ein Auto mein Eigen nennen darf, das es mir ermöglicht, liebe Menschen „heimzusuchen“ , das doch das Leben erleichtert, grade auch für meine bigi von großem Wert ist. Ich weiß aber auch, daß unsere und die vielleicht nächste Generation noch in den Genuß dieser Art der IndividualMotorisierung kommen wird. Neue Formen der Mobilität werden entstehen. Und die Bahn wirds NICHT. Die Menschen werden in Zukunft weniger Auto fahren, weniger mobil sein, Wohn- und Arbeitsorte wieder näher zusammenlegen, wieder mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein. Ich könnte mir gut vorstellen, daß sich für den NAhbereich kleine batteriegetriebene Motorräder durchsetzen oder Fahrräder mit „eingebautem Rückenwind“. Es ist alles eine Frage des Preises. Und der Preis fürs Autofahren klettert Jahr für Jahr, die Politik sucht nach immer neuen Wegen, den Leuten die letzten Euros aus der Jacke zu klopfen, was in so abstrusen Konstrukten gipfelt,wie der „Abwrackprämie“. Dabei handelt ökologisch, wer sein Auto fährt, bis es sein allerletztes Schnauferl tut. Autos machen den meisten Dreck, wenn sie gebaut werden. Und so hoffe ich, daß mein Auto noch viele Jahre hält und möglichst noch die 350 oder 400Tkm schafft. Jetzt hat es 250 auf der Uhr. Und : ich bin bekennender Heizölfan.
    GLGr vom Wolf aus der Provinz Schwedisch Pommern

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    1. @Wolfgang aus Greifswald
      Liebe Wolfgang in der heutigen Zeit sind Auto’s nicht wegzudenken.
      Wie du schon schreibst die Entwicklung steht nicht still.
      Der Gedanke wieder Wohn- und Arbeitsorte näher zusammenlegen finde
      ich nur positive.
      Ich fand diesen Artikel zur Entwicklung des Autos interessant.

      GLGr zu dir in die Provinz Schwedisch Pommern aus dem Schwedischen Gefilde..

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  3. Wenn man sich so ansieht, was mittlerweile auf den Straßen alles so unterwegs ist, das ganze Verkehrschaos, die drohende Umweltverschmutzung durch Abgase und Feinstaub, kommt man schon manchmal auf den Gedanken, dass die Menschheit diese Erfindung vielleicht hätte bleiben lassen sollen… 😉 Oder sich mehr um die Entwicklung schadstoffarmer Motoren kümmern sollte… Angeblich gibt es ja schon längst das Auto, das nur eineinhalb Liter fossilen Brennstoff je hundert Kilometer benötigt, aber damit können die großen Ölkonzerne natürlich keinen Reibach mehr machen…

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