Schwarzhäupter-Bruderschaft&Museum – (Nr 19)

Donnerstag Kalle’s Idee der Türendonnerstag, meine Tür Nr 19 ist diesmal in Tallin (Estland) zu sehen. Es ist schon einige Jahre her seit ich dort war. Die erste Tür ist der Eingang zum Stadtmuseum.


Das Gebäude des Stadtmuseums stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die älteste Daten im Grundbuch stammen von 1363. Mehrere Gebäude waren auf dem Gelände im Mittelalter: eine Wohnung mit einer Speicherkapazität auf dem Boden, und Getreidespeicher. Sie wurden alle erst unter dem gleichen Dach im 18. Jahrhundert gebracht. Die Eigentümer waren immer die Bürger mit großem Renommee – Stadträte, Rat Sekretärinnen und Kaufleute. Das Gebäude wurde mehrmals umgebaut. Der Keller, die Bautradition des 14. und 15. Jahrhunderts folgt noch einige Details typisch mittelalterlichen Tallinn: Deckenbalken mit Steinplatte bedeckt, Reste der calorifier Heizung, einen Brunnen und einen kleinen Kamin.

Schwarzhäupter-Bruderschaft- Das Haus der Schwarzhäupter-Bruderschaft ist so ziemlich das einzige erhalten gebliebene Renaissance-Gebäude in Tallinn. Die Bruderschaft der Schwarzhäupter entstand 1399. Sie vereinigte junge, unverheiratete Kaufleute, bevor diese als Mitglieder der Großen Gilde akzeptiert wurden. Von der anderen Tür (links) weis ich leider nichts.
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Die Tallinner Altstadt wurde 1997 zur Liste des UNESCO-Weltkulturerbe hinzugefügt als „außergewöhnlich vollständiges und gut erhaltenes Beispiel einer mittelalterlichen nordeuropäischen Handelsstadt“.

FARBEN ABC – “R” wie RetraiteGrün

Nun ist das R dran. Die Wochen gehen soooo schnell rum. Auch diesmal hab ich mehr als eins, auch wenn ich wie so oft Anfangs dachte mir würde garnichts einfallen zum “R” – zu Anettes (Frau Waldspecht)FARBEN-ABC-.

..die erste Farbe - Retraite(Rückzug) Grün - steht in der Nähe vom StadtSchloss. Ein Touri hatte es ziemlich eilig..*schmunzel

..und die zweite Farbe ist -RingRotWeiss -

..und die dritte Farbe ist -RostBraun-
(hing  in Tallin an einen Kaffé)

..und die vierte Farbe ist -RabenSchwarz-
(kam mir vor die Füsse und Linse)


Es werden keine Farben vorgegeben, wir können sie uns selbst aussuchen. Nur müssen sie zum jeweiligen Buchstaben passen. Auch Fantasiefarben sind erlaubt…nur die jeweilige Farbe soll erkennbar sein…Wer mehr wissen möchte kann =>Hier nachlesen.

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GEO-ABC: T – wie Tallinn

Hier nun das “T” im Alphabet für Quizzys Projekt. – (nun bin ich auch beim T)..*schmunzel

T” wie Tallinn und immer noch auserhalb Schwedens. Tallinn hat eine sehr schöne interessante Altstadt. Hauptsächlich die haben wir uns angeschaut. – Teil der Stadtmauer – Tallinn entsteht als estnische Siedlung namens Lindanise. Woher der Name Tallinn kommt, ist nicht geklärt.
Entweder stammt es vom altestnischen taani linna (Dänenburg), oder von tali linna (Winterburg). Die Bezeichnung Reval leitet sich von einer alten estnischen Bezeichnung für die Region, Rävala, ab. Im Jahre 1285 wird Reval Mitglied der Hanse und in den Ostseehandel eingebunden. Die Deutschen bleiben die Herren im Land und stellen die Mehrheit der Bürgerschaft, kontrollieren die Rechtspflege und die Verwaltung, Deutsch ist Amtssprache. Die estnische Sprache und Kultur bleibt den Bauern vorbehalten, die hauptsächlich außerhalb der Stadtmauern, insbesondere auf der Fischermai, wohnen. 1346 wird Reval an den Deutschen Orden verkauft, ein Jahr später an den Schwertbrüderorden.
Im Jahre 1219 eroberte der dänische König Waldemar II. die alte estnische Burg (Schlacht von Lyndanisse) auf dem Domberg, errichtete sie neu und begann mit dem Bau einer Domkirche für den von Dänemark um 1167 im Zuge seiner Missionierung ernannten Bischof der Esten, Suffragan des Erzbischofs von Lund. Dänemark konnte die Burg jedoch nicht lange gegen die aufständischen Esten und die vordringenden Deutschen halten. 1227 eroberte der Schwertbrüderorden Reval mit päpstlicher Genehmigung und erhielt die Burg und einen Großteil des heutigen Estland zur Verwaltung aus der Hand des päpstlichen Statthalters in Estland. Die restliche Zeit der Ordensherrschaft war von inneren und äußeren Streitigkeiten geprägt, bis Moskau bei seinem Einfall 1558–1561 den Deutschen Orden in Livland besiegte. Reval wandte sich an Schweden als Schutzmacht, womit eine bis zum Großen Nordischen Krieg 1710 anhaltende schwedische Herrschaft in der Stadt begann.

Die Große Strandpforte (Suur Rannavärav) und der Turm Dicke Margarethe (Paks Margareeta) wurden als Verteidigung der Stadt Richtung Meer gebaut und um vom Meer kommende Besucher zu beeindrucken. Die Große Strandpforte wurde als Teil der Stadtmauer gebaut und liegt an der Nordseite der Altstadt, in der Nähe des Hafens. Im Zuge einer Rekonstruktion der Pforte im frühen 16. Jahrhundert wurde der Kanonenturm Dicke Margarethe dazugebaut. Der runde Turm mit 155 Schießscharten, einem Durchmesser von 25 Metern und einer Höhe von circa 20 Metern wurde zum Schutz des Hafens gebaut. Der Name leitete sich von der Tatsache ab, dass er der korpulenteste Turm der Stadtmauer war.

Schwarzhäupter-Bruderschaft- Das Haus der Schwarzhäupter-Bruderschaft ist so ziemlich das einzige erhalten gebliebene Renaissance-Gebäude in Tallinn. Die Bruderschaft der Schwarzhäupter entstand 1399. Sie vereinigte junge, unverheiratete Kaufleute, bevor diese als Mitglieder der Großen Gilde akzeptiert wurden. Auch ausländische Kaufleute, die sich für längere Zeit in Tallinn aufhielten aber nicht permanent hier lebten, konnten …

Die Alexander-Newski-Kathedrale ist Tallinns größte und prachtvollste Kuppelkathedrale. Die große und aufwändig dekorierte orthodoxe Kirche vereint historische Stile. Sie wurde 1900 während der russischen Zarenherrschaft in Estland vom St. Petersburger Architekten Mikhail Preobranzhenski auf dem Domberg erbaut. Sie ist dem Prinzen von Nowgorod, Alexander Yaroslavitz Nevsky, gewidmet, der die berühmte Eisschlacht am Ufer des Peipsi-Sees am 5. April 1242 anführte und die Deutschen auf ihrem Marsch nach Osten stoppte.

Tallinns Rathaus von 1402 – Tallinns Rathaus ist das einzige noch existierende gotische Rathaus in Nordeuropa. Seine Geschichte geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. 1248 verlieh der dänische König Erik IV. die Lübecker Stadtrechte an Tallinn. Auf dieser Grundlage wählten die Kaufleute einen Stadtrat, der im Rathaus tagte. Von 1402-1404 erhielt das Gebäude sein heutiges Aussehen. Heute dient das Rathaus administrativen Aufgaben. In der Haupthalle in der zweiten Etage veranstaltet die Stadtverwaltung festliche Empfänge und Konzerte. Wertvolle Kunstwerke in der Bürgerhalle und im Rathaussaal spiegeln den Reichtum und Idealismus der Hanse-Epoche wider. Besonderen Seltenheitswert haben die mittelalterlichen Bänke. An der Seite einer der Bänke aus dem 14. Jahrhundert befindet sich ein wunderschönes geschnitztes Abbild von Tristan und Isolde.

Das wars erstmal, auch wenn ich noch ewig weiterschreiben könnte. Aber es soll ja kein kompletter Reisebericht von mir werden :)

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Tick Tack – U(h)rig #2

Frau Waldspecht möchte von uns einmal in der Woche (möglichst freitags) eine Uhr sehen. Also vierundzwanzig Wochen lang Zeitmesser in allen Größen, Farben, Variationen.

Diese Uhr habe ich in Tallin fotgrafiert, als wir vor ein paar Jahren dort waren.Die Heiliggeistkirche (estnisch Püha Vaimu kirik, Pühavaimu kirik) ist eines der Wahrzeichen der estnischen Hauptstadt Tallinn. Sie befindet sich in der Altstadt (Vanalinn) unterhalb des Dombergs (Toompea).


Die Heiliggeistkirche wurde um 1300 als Erweiterung der ursprünglichen Kapelle des Armen- und Siechenhauses der Stadt errichtet. Kern ist ein zweischiffiges Langhaus mit zehn Kreuzrippengewölbe. Die Heiliggeistkirche ist die kleinste der mittelalterlichen Kirchen Tallinns. 1380 wurde sie fertiggestellt.
An die Westwand schließt sich ein minarettartiger barocker Turm vom Ende des 17. Jahrhunderts an. Er ersetzte einen Renaissanceturm, der vom Blitz getroffen worden war. Im achtstöckigen Turm befand sich neben zwei Glocken aus dem 17. Jahrhundert die älteste Kirchenglocke Tallinns. Sie stammt aus dem Jahr 1433. Ihre berühmte Inschrift in Mittelniederdeutsch (unterhalb einer lateinischen Zeile) lautet: „ik sla rechte / der maghet als deme knechte / der vrouwen als dem heren / des en kan mi nemant ver keren“ (“Ich schlage gleichwohl / für die Magd wie für den Knecht / für die Dame wie für den Herrn / das kann mir niemand verwehrn”).Darunter steht der Name des Glockgießers: Merten Seifert. Die Glocke wurde bei einem Brand des Turms 2002 schwer beschädigt.
Die Heiliggeistkirche hat in der Geschichte Estlands eine zentrale Rolle gespielt. Der Rat der Stadt hielt vor seinen Sitzungen im Tallinner Rathaus hier regelmäßig die Heilige Messe ab. In der Kirche wurden ab 1531 die ersten Predigten in estnischer Sprache gehalten. Pastoren der Kirche waren unter anderem Johann Koell, der 1535 den Katechismus ins Estnische übersetzte, und der Chronist Balthasar Rüssow.